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Radiobeitrag „Der Verkehr in 50 Jahren“

Radiobeitrag: Der Verkehr Landsberg in 50 Jahren

Jugendliche aus der Mittelschule Landsberg haben sich mit diesem Zukunftsszenario beschäftigt, Bürger befragt und mit Experten Ihre Ideen auf Leinwand gebracht.

„Mit den Ideen der Jugendlichen sind wir auf einer hoch professionellen Ebene angelangt. Die Entwürfe könnten auch von einem Designstudiengang oder einem Ingenierstudio stammen“, so Projektleiter Wolfgang Hauck von derKunstBauStelle e.V. Landsberg.

Wie wird die Zukunft?

Hört rein!

und schaut es dir an.
Die Ausstellung ist in der Mittelschule Landsberg:

Ausstellung 17.9. bis 7.10. 2019

Umfrage in Landsberg am Lech im Juni und Juli 2019

Sprecherin
Anna

Redaktion und Schnitt
Susanne Zehentbauer

 

Tamam – Im Dienste der Wissenschaft

Ende Juni besuchten uns die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Universität Würzburg, Sabine Wolz und Tanja Wilkeneit, um sich einen typischen Tamam-Projekttag anzuschauen und sich einen Überblick zu verschaffen, was wir hier machen.

Der Hintergrund: An der Uni Würzburg wurde letzten November eine Forschungsstelle eingerichtet, in der mit den beiden Projektleitern – einem Professor der Kunstpädagogik und einem Professor der Sonderpädagogik – ein Forschungsprojekt durchgeführt wird. „Pädagogische Gelingensbedingungen und Wirkungen ästhetischer Bildung bei Menschen in sozial schwierigen Konstellationen („waebi“) – so lautet der Titel dieses Forschungsprojektes, das zwei Zielgruppen vereinen soll: Jugendliche mit sozialer Benachteiligung und Jugendliche mit Flüchtlingshintergrund.

„Vor diesem Hintergrund suchen wir zehn Projekte, die sich damit beschäftigen,“ erklärt Sabine Wolz. „Die Projekte haben wir über das Internet recherchiert, und dieKunstBauStelle ist uns sofort positiv aufgefallen.“

Im ersten Schritt haben sich die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen angeschaut, wie wir gemeinsam mit den Jugendlichen arbeiten und ob gewisse Kriterien erfüllt sind – etwa, dass die Jugendlichen eigene Ideen einbringen können. In einem zweiten Schritt, der in einem separaten Termin durchgeführt wird, werden Interviews mit den Jugendlichen und den Referenten gehalten.

Das wissenschaftliche Forschungsprojekt wird bundesweit durchgeführt. „Die Sparten stehen uns dabei offen – von Musikrhytmus, Tanz, Bewegung, Improvisation, über bildende Kunst bis hin zum Zirkus,“ berichtet Tanja Wilkeneit.

„Dabei schauen wir auch gerne nach Projekten, die parallel unterschiedliche Sparten aufgreifen, wie das von  dieKunstBauStelle, das zum Beispiel Theater, Videodreh und Interviewführung miteinander vereint.“

Tanja Wilkeneit und Sabine Scholz waren ganz beeindruckt von unserer Arbeit. Sie empfanden die Stimmung im Team als sehr positiv und haben gestaunt, wie engagiert sich die Jugendlichen – ob Schülerinnen und Schüler des IKG oder die jungen Geflüchteten – einbringen.

Der Forschungsbericht wird in Schriftform veröffentlicht werden – ob in Buchform oder anderer Verschriftlichung steht derzeit noch nicht fest – in jedem Fall wird er auch online zu lesen sein. Gefördert wird das Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

 

 

Tamam – Andere Länder, andere Redewendungen

Im Rahmen unseres Integrationsprojektes „Tamam“ sind wir in einem gemeinsamen kreativen Brainstorming auf die Idee gekommen, zu untersuchen, welche Redewendungen andere Länder und Kulturen haben.

So wie für viele der Geflüchteten unsere Redewendungen sicherlich seltsam klingen und unverständlich sind – etwa „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“ oder „sich ein Herz fassen“, klingen natürlich Redewendungen aus ihrer Heimat für uns komisch, wenn man sie wörtlich übersetzt. Dem wollten wir näher auf den Grund gehen. Und zuerst natürlich wissen, was gibt es bei ihnen für Sprichworte und Redewendungen und vor allem was bedeuten sie? Denn das wird auf Anhieb nicht unbedingt deutlich…

So haben wir uns zusammen gesetzt, überlegt und gesammelt, und es kamen für uns lustige und nachdenklich stimmende Sätze heraus:

„Jemand lernt aus seiner Tüte.“

„Der Esel fällt nicht zweimal in ein Loch.“

„Der Traum des Teufels ist das Paradies.“

„Du hast ein Gesicht genommen.“

„Du bist wie ein Berg im Sturm.“

„Eine Frau kämpft mit dem Mund“.

Bei einigen Redewendungen kann man sich die Bedeutung gleich denken, einige sind auch unseren sehr ähnlich. „Der Esel fällt nicht zweimal in ein Loch“, das wusste gleich jeder von uns, bedeutet „Den gleichen Fehler nicht zweimal machen“. Was aber bedeutet wohl „Jemand lernt aus seiner Tüte“?

Das wollten wir auch von den Landesbürgern wissen, haben uns gemeinsam drei Redewendungen aus Syrien und Eritrea ausgesucht und sind, ausgestattet mit Mikrophon und Aufnahmegerät, mit den Jugendlichen losgezogen, um sie zu befragen. Schnell wurde deutlich: Für die Passanten war es gar nicht so leicht, hier auf eine Bedeutung zu kommen und manche mussten erst einmal ziemlich überlegen.

Den jungen Geflüchteten hat die Befragung großen Spaß gemacht. Es war interessant und lustig für sie zu hören, wie die Leute die für sie so eindeutigen Redewendungen interpretieren. Schön war für sie auch, der Landsberger Bevölkerung ein Teil ihrer eigenen Kultur näher zu bringen und sich teilweise auch mit ihnen dazu auszutauschen.

 

Clara´s view about ARCHITECTUS LUCIS

I´m Clara from Hong Kong. I’m 30 years old and a company secretary. As I step into my thirties, I would like to explore the world and my own potentials through traveling. That’s the reason I am having a one-year working holiday in Germany. I wish to enrich myself by making friends with people from different backgrounds and encountering new experiences. Through the workayway program I found this astonishing art project in Landsberg, Germany. So in October 2016 I was one of four international volunteers.

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I had never worked in the art field. I was like a piece of blank paper. On the one hand, it was hard. It appeared to me the time schedule was tight but there was too many ideas and too much work to be done. Many days we worked from 9 a.m. to 10 p.m. On the other hand, it was rewarding.

I was able to work with many outstanding artists and be inspired by their passions, to meet volunteers from other parts of the world and learn about their countries, to get in touch with the local community and encounter German cultures. In addition, everyone was so friendly and encouraging. I was given the opportunities to try new things and create my own designs.

The exhibition was not like any exhibition that I had visited before. It was liberal and interactive. The public was invited not only to view the exhibition but also to take part in it. They were allowed to come and go at any time they wished. They were allowed to choose the art work they would like to participate in. They were allowed to create their own designs. I was astounded by the way different individual ideas and styles formed a beautiful harmony.

I also find this project very dynamic. From brainstorming to installation, we reformed and refined constantly.

The audience was invited to alter our installations during the exhibition. We made our art work out of cardboards, in the end we destroyed our own art work and turned them into scrap cardboards for recycling. Similarly, our exhibition ended in one day, but the creativity and inspiration continue in every participant.