Category : Dokumentation

Omas gegen rechts Protest gegen Karl Schrem Bau Landsberg am Lech

Diskussion zur Erinnerungskultur in Landsberg am Lech

Bestandsaufnahme zur Landsberger Erinnerungskultur

Diskussion und Protestaktion der Omas gegen Rechts am 14. August 2021 in Landsberg am Lech

Kurzlink zu diesem Beitrag: https://bit.ly/Diskussion2021

Dossier zur Diskussion: Dossier zur Diskussion von 2021 [PDF]


Nachtrag 1. Juli 2025 und April 2026

Zwei der vier Teilnehmenden dieser Diskussion sind inzwischen verstorben: Manfred Deiler am 12. November 2023, Dr. Edith Raim am 1. Juli 2025. Ihre Beiträge sind damit Zeitzeugnis einer Generation, die das Erbe der Landsberger NS-Geschichte aufgearbeitet und weitergegeben hat. Das Videodokument und die autorisierte Transkription bleiben als Primärquelle zugänglich. Aus aktuellem Anlass haben wir die Tonqualität der Videoaufzeichnung 2026 überarbeitet und den Beitrag neu aufgegriffen.

Nachtrag 28. August 2026
Fünf Jahre nach der Debatte um Karl Schrem ist das Thema in Landsberg am Lech zurück. 2021 hatte der Besuch der Omas gegen Rechts München dazu beigetragen, dass der Neubau im Quartier Urbanes Leben am Papierbach nicht nach dem NSDAP-Mitglied Schrem benannt wurde. In den Landsberger Geschichtsblättern 2026 ist nun ein Beitrag erschienen, der Schrems Rolle mit dem Satz abschließt, sie sei 1947 „aufgearbeitet und gesühnt“ worden. Ob der Beitrag die Position der Stadt wiedergibt oder die einer Privatperson, ist offen: Eine Presseanfrage blieb unbeantwortet, ein presserechtliches Auskunftsverlangen unerfüllt. Wolfgang Hauck hat dazu eine Stellungnahme verfasst; eine Kurzfassung erscheint 2027 in den Geschichtsblättern.

Aus diesem Anlaß kam am 28. August 2026 hat eine Delegation der Omas gegen Rechts München die ehemaligen KZ-Außenlager Kaufering III und VII besucht und anschließend im Bahnhof Kaufering mit Fachleuten diskutiert.

 


Der Anlass

Am Samstag, dem 14. August 2021, kamen Mitglieder der Regionalgruppe München der Initiative „Omas gegen Rechts“ zu einer Bestandsaufnahme und Protestaktion nach Landsberg am Lech.
Anlass der Protestaktion war die geplante Namensgebung eines Neubaus im Wohnquartier „Urbanes Leben am Papierbach“ als „Karl-Schrem-Bau“. Karl Schrem (1895–1981) war Direktor der ehemaligen Bayerischen Pflugfabrik – eines Rüstungsbetriebs mit Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg – und Mitglied der NSDAP seit 1938.

Die öffentlichen Rechtfertigungsstrategien, Verharmlosungen und Duldungen durch Stadt, Presse, Leserbriefe und soziale Medien haben außerhalb Landsbergs Besorgnis ausgelöst. Zur Situation und zum Stand der Landsberger Erinnerungskultur fand neben einer Besichtigung des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering VII am Abend eine Diskussion bei dieKunstBauStelle e.V. statt.

Die Diskussion ist hier als Videodokumentation wiedergegeben. Eine bearbeitete Transkription der Diskussionsbeiträge, autorisiert durch alle Teilnehmenden, steht zur Verfügung.

Bildunterschrift: Podiumsdiskussion am 14. August 2021 bei dieKunstBauStelle e.V. in Landsberg am Lech. Von links: Dr. habil. Edith Raim (†), Historikerin, Universität Augsburg; Manfred Deiler (†), Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung; Gabriele Triebel, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; Wolfgang Hauck, Künstler und Akteur der Erinnerungskultur. Im Hintergrund: Teilnehmerinnen der Regionalgruppe München der Initiative „Omas gegen Rechts“. Foto: Christian Rudnik

Teilnehmer der Diskussion

  • Dr. habil. Edith Raim † , Historikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur Landsberger NS-Geschichte und zur NS-Justiz
  • Gabriele Triebel, Mitglied des Bayerischen Landtags, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Manfred Deiler † , Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V.
  • Wolfgang Hauck, Künstler, Projektentwickler der Erinnerungskultur, Vorstand dieKunstBauStelle e.V., (Moderation)

Hinweise zur Dokumentation

Der erste Bericht zur Veranstaltung wurde am 18. August 2021 veröffentlicht. Die Videoaufzeichnung und die Transkription folgten im September 2021. Im April 2026 wurden die Tonqualität der Videoaufzeichnung überarbeitet und der Beitrag aus aktuellem Anlass neu eingeordnet.

Film

Link zum Film: https://vimeo.com/manage/videos/588825293

 

Transkription der Redebeiträge

Artikel

Dossier
2026 Dossier zur Diskussion von 2021

Stellungnahmen von Wolfgang Hauck zum Artikel von Elke Müller
2026 Wolfgang Hauck-Karl Stellungnahme zum Artikel Karl Schrem von Elke Müller

Quellen

Weiterführende Pressebeiträge zur Namensgebungsdebatte
Diskussion der Namensgebung Karl Schrem Bau 2021 und Berichte zum Besuch der Omas gegen Rechts in Landsberg am Lech.

Online

Der Zugriffstand der folgenden Links ist August 2022. Einzelne Quellen wurden seither verändert oder entfernt (siehe Anmerkungen).

Kreisbote Landsberg am Lech
Landsberger Tagblatt

Weitere Quellen.
Diese sind zum Teil nicht mehr online verfügbar.

Quellen als PDF-Dokumente

 

Erinnerungskultur und Geschichtsbewusstsein

Ein Gespräch –

Erinnerungskultur und

Geschichtsbewusstsein

Im Rahmen der Ausstellung

SET THE NIGHT ON FIRE – STADT DER JUGEND

Das Gespräch zur Ausstellung fand am 19. September 2022 im Foyer des Stadttheaters Landsberg statt.
Vor 85 Jahren fand der Abschluss der „Adolf-Hitler-Bekenntnismärsche“in Landsberg statt und Landsberg erhielt den Titel „Stadt der Jugend“

MITSCHNITT

Hören Sie die Aufnahme der Eröffnung am Freitag, 16. September 2022 in Landsberg am Lech.

ES SPRACHEN

+ Alexandra Senfft, Autorin
+ Manfred Deiler, Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung
+ Wolfgang Hauck, dieKunstBauStelle

AUSSTELLUNG

Bis zum 9. Oktober ist die Ausstellung auf dem Infanterieplatz in Landsberg zu sehen.
Öffnungszeiten werden auf der Webseite veröffentlicht. In der Regel ist die Ausstellung zwischen 10 bis 18 Uhr.
FOTO
Conny Kurz

ZUKUNFTSWERKSTATT BAHNPARK AUGSBURG

Die Dokumentation ist fertig!

Das Team des Vereins dieKunstBauStelle hat eine umfangreiche Dokumentation aus den Ergebnissen ZUKUNFTSWERKSTATT BAHNPARK AUGSBURG vom November und Dezember 2021 erstellt. Sie wird zusammen mit der Bahnpark Augsburg gGmbH im März vorgestellt.
Darin sind auch multimediale Inhalte, wie Videos, Audiobeiträge und Dokumente über QR-Codes online abrufbar.
Die 116 Seiten enthalten Statements aus Politik, Wirtschaft, Architektur, Städteplanung und Kultur, sowie Ideen und Skizzen zur Entwicklung einer Ausstellung im Bahnpark enthalten.
Einerseits geht es um die Entwicklung eines Labors für europäische Gesichte, dem Rundhaus Europa, andererseits auch die gesamte Entwicklung des Bahnparks im neuen Quartier.
Deswegen hat Wolfgang Hauck, Initiator des Projekts, die Dokumentation auch als ein Arbeitsbuch konzipiert, in dem weitergeschrieben, Notizen und Idee gesammelt und bearbeitet werden soll.
Die gedruckte Dokumentation ist erhältlich
    • Im Bahnpark in Augsburg
    • Im Büro dieKunstBauStelle in Landsberg
Den Teilnehmer und Teilnehmerinnen finden die Dokumentation in Kürze in ihrem Briefkasten.

FÖRDERUNG

Das Projekt „Labor für europäische Gesichte – Rundhaus Europa“ und die Veröffentlichung wurden gefördert von Fonds Soziokultur

Karte KZ-Friedhof Erpfting

VERÖFFENTLICHUNG

Faltblatt mit Karte zum KZ-Friedhof Erpfting in Deutsch, Englisch und Hebräisch.

DOWNLOAD PDF

Faltblatt KZ-Friedhof Erpfting mit Karte Deutsch

Faltblatt KZ-Friedhof Erpfting mit Karte Englisch

Faltblatt KZ-Friedhof Erpfting mit Karte Hebräisch

Die Faltblätter können in der Medienwerkstatt (Hinterer Anger 300, 86899 Landsberg) abgeholte werden und liegen öffentlich aus.

PROJEKT

Projektbeschreibung