
PROJEKTTITEL
LOCOMOTION – Keine Zeit der Stille
THEATERINSTALLATION UND PERFORMANCE: Premiere 8. Mai 2027
SCHWERPUNKT: Theater, raumgreifende Klanginstallation, internationaler Kompositionswettbewerb, europäische Mobilitäts- und Erinnerungsgeschichte
PROJEKTTRÄGER UND DURCHFÜHRUNG: Die Stelzer – Mandl & Hauck eGbR (Theater Die Stelzer)
KOOPERATIONSPARTNER: dieKunstBauStelle e. V. (projektbegleitend), Bahnpark Augsburg gGmbH (Spielort und Partner)
WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG: Hochschulpartner in München und Klagenfurt
DURCHFÜHRUNGSORT: Bahnpark Augsburg, Historisches Rundhaus
FÖRDERUNG: Kulturfonds Bayern (beantragt); weitere Partner und Förderer in Vorbereitung
WEBSITE UND DOKUMENTATION:
Die Website wird derzeit vorbereitet.
INHALT UND THEMEN
„LOCOMOTION – Keine Zeit der Stille“ verwandelt das historische Rundhaus des Bahnparks Augsburg in einen immersiven Theaterraum. Historische Lokomotiven werden zu akustischen Akteuren einer raumgreifenden Klanginszenierung. Das Publikum bewegt sich durch dreizehn Zeitreise-Stationen, die – jeweils einer Lokomotive zugeordnet – einen Bogen von der industriellen Revolution über die Weltkriege bis zur europäischen Einigung spannen.
Mit diesem Vorhaben möchte das Theater Die Stelzer die Geschichte europäischer Mobilität, ihrer Brüche und Verbindungen als sinnliche Erfahrung zugänglich machen. dieKunstBauStelle e. V. begleitet das Projekt als Kooperationspartner mit Erfahrung aus digitaler Geschichtsvermittlung und Erinnerungskultur und unterstützt die inhaltliche Einbettung sowie die überregionale Sichtbarkeit.
PROJEKT
„LOCOMOTION – Keine Zeit der Stille“ ist eine ortsspezifische Theaterinszenierung, die das Rundhaus des Bahnparks Augsburg als Bühnenraum und seine Lokomotiven als historische und akustische Zeugen begreift. Das Rundhaus, gebaut für die Wartung der Maschinen einer ganzen Epoche, wird zu einem Resonanzraum europäischer Geschichte.
Dreizehn Stationen bilden den dramaturgischen Pfad. Jede ist einer Lokomotive zugeordnet und einer historischen Schwelle: Beginn der industriellen Mobilität, Beschleunigung der Lebenswelten, die Kriege des 20. Jahrhunderts, Wiederaufbau, Teilung und schließlich die europäische Einigung. Die Maschinen sprechen nicht in Bildern, sondern in Klängen. Ein 24-Kanal-Audiosystem verteilt die Inszenierung im Raum, Bewegungssensoren reagieren auf das Publikum, und über VR-Module sind die bestehenden 360°-Rundgänge des Bahnparks in die Aufführung eingebunden.
Den klanglichen Kern bildet ein internationaler Kompositionswettbewerb in Anlehnung an Arthur Honeggers Pacific 231 (1923) – ein Werk, das die Lokomotive in die Konzertmusik der Moderne geholt hat. Die Premiere ist auf den 8. Mai 2027 gelegt: den 104. Jahrestag von Honeggers Werk und zugleich den Tag der Befreiung. Diese Doppeldatierung verbindet die ästhetische mit der politischen Dimension des Projekts.
LOCOMOTION versteht sich nicht als Museumsinszenierung, sondern als künstlerische Befragung: Welche Geschichten erzählen Maschinen, wenn sie nicht mehr fahren? Welche Bewegungen haben sie ermöglicht – und welche verhindert? Die Inszenierung verweigert die nostalgische Eisenbahnromantik und sucht stattdessen den ungemütlichen Resonanzraum zwischen Fortschritt, Gewalt und Versöhnung.
ZIELE
Das Vorhaben verfolgt drei Ziele:
- die künstlerische Erschließung des Bahnparks Augsburg als überregional bedeutsamen Aufführungsort an der Schnittstelle von Industriekultur, Geschichte und zeitgenössischer Bühnenkunst;
- die Verbindung historischer Substanz mit zeitgenössischer Komposition durch einen internationalen Wettbewerb, der neue Werke für historische Maschinen hervorbringt;
- die Vermittlung europäischer Mobilitäts- und Erinnerungsgeschichte in einem Format, das jenseits klassischer Ausstellungen und Konzertformate eine breite Öffentlichkeit erreicht.
UMSETZUNG
- Auslobung und Durchführung des internationalen Kompositionswettbewerbs in Anlehnung an Honeggers Pacific 231; Jurierung und Auswahl der für die Inszenierung umzusetzenden Werke.
- Technische Installation im Rundhaus: 24-Kanal-Audiosystem, Bewegungssensorik, Integration der bestehenden 360°-VR-Rundgänge.
- Dramaturgische Entwicklung der dreizehn Zeitreise-Stationen in Abstimmung mit den wissenschaftlichen Partnerinstitutionen in München und Klagenfurt.
- Probenphase und Premiere am 8. Mai 2027 im Rundhaus des Bahnparks Augsburg, anschließend Aufführungsserie.
- Begleitendes Vermittlungsprogramm (Einführungen, Künstlergespräche, Schulkooperationen) sowie überregionale Pressearbeit.
SPIELORT
Bahnpark Augsburg, Historisches Rundhaus
TERMIN
Premiere: 8. Mai 2027
Aufführungsserie: Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
TEAM
Projektidee, Konzeption und Regie: Wolfgang Hauck (Theater Die Stelzer)
Projektträger und Durchführung: Die Stelzer – Mandl & Hauck eGbR
Projektbegleitung und Kooperation: dieKunstBauStelle e. V.
Spielort und Kooperation: Bahnpark Augsburg gGmbH
Wissenschaftliche Begleitung: Folgen
KOOPERATION
Das Projekt LOCOMOTION ist eine Kooperation von Die Stelzer – Mandl & Hauck eGbR (Theater Die Stelzer) und der Bahnpark Augsburg gGmbH. dieKunstBauStelle e. V. begleitet das Vorhaben als Kooperationspartner und bringt Erfahrung aus überregionalen Kultur- und Vermittlungsprojekten ein.
Theater Die Stelzer wird seit dreißig Jahren von Wolfgang Hauck geleitet und steht für ortsspezifisches, bildstarkes Theater an ungewöhnlichen Spielorten. Der Bahnpark Augsburg ist mit seinem historischen Rundhaus und einer der bedeutendsten Sammlungen historischer Lokomotiven Süddeutschlands ein einzigartiger Aufführungsort.
FÖRDERUNG
Kulturfonds Bayern, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Weitere Förder- und Partnerschaftsanfragen folgen
PRESSE
Presseberichte werden hier nach den ersten öffentlichen Terminen dokumentiert.
STATUS 18.05.2026
Das Projekt befindet sich in der Antrags- und Vorbereitungsphase. Der internationale Kompositionswettbewerb sowie die technische Planung für das Rundhaus werden vorbereitet.





































































