Tisch der Generationen

PROJEKTTITEL

Tisch der Generationen

SCHWERPUNKT: Dialog der Generationen mit hybriden Teilnahmeoptionen
ZIELGRUPPEN: alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere ältere und jungen Menschen ab 12 Jahren.
DURCHFÜHRUNGSORTE: An 30 Orten in Bayern, in allen Regierungsbezirken
ZEITRAUM: 2023-2024

FORMAT UND THEMEN

Das Vorhaben ist aus einer Ideenwerkstatt für soziokulturelle Veranstaltungen mit hybriden Formaten entstanden. Die Aufgabe war, ein Format für einen Generationendialog zum persönlichen Austausch von Lebens- und Berufserfahrung zu entwickeln.

Ausgangspunkt

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Austausch unter den Generationen nimmt immer mehr abnimmt. Die Kontakte der Generationen reduzieren sich auf Feiertage und Festlichkeiten. Die Weitergabe des Wissens, der Transfer von Lebenserfahrung und Werten wird dadurch limitiert. Jugendlichen und Heranwachsenden fehlen die Lebenserfahrungen der Generationen, die sie für ihre Berufswahl, Lebensentscheidung und Entwicklung eines eigenen Wertekanons benötigen.

Im Rahmen unseres regionalen Geschichtsprojekts (LandsbergHistoryApp) sagte eine 87-jährige Frau enttäuscht und vereinsamt: „Man red ja nimma miteinanda“. Das war der Beginn einer Idee, die wir als Tisch der Generationen zu einem Projekt des „Wieder-Miteinander-Reden“ entwickelt haben.

Was ist der „Tisch der Generationen“, was kann er sein?

Das gemeinsame Reden ist so alt wie die Menschheit. Das ist nicht neu, wurde aber mit den Erfahrungen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie dramatisch unterbrochen.

Damit wir wieder es mehr als nur ein Reden ist, haben wir ein Format und Grundlagen für einen Gesprächsleitfaden entwickelt, bei dem wir mit Moderatoren, Jugendlichen und älteren Menschen gemeinsam einen strukturierten Dialogprozess durchführen.

Das beginnt bei der Entwicklung der Dialogdramaturgie, der Reflexion und endet beim Verschriftlichen von Geschichten, die später zu einer Publikation zusammengeführt werden sollen. Beispiel: Beiträge zu „Mein erster Schultag“ als Schlüsselerlebnis des Perspektivwechsel vom privaten Elternhaus in eine Einrichtung des öffentlichen Lebens.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 12 Jahren. Einerseits als Teilnehmer, aber auch, um als Assistenten einbezogen zu sein, indem wir zusammen die Fragestellungen und einen Gesprächsleitfaden entwickeln. Die Teilnehmeranzahl liegt idealerweise zwischen 16 bis 28 Teilnehmern. Für drei Stunden führen die Moderatoren dann durch das Format Tisch der Generationen.

Das abwechslungsreiche Format, auch mit Kaffee und Kuchen, beginnt mit einem biografisch fokussierten „World Café“ in kleineren Gruppen und setzt sich später in Einzelbegegnungen, wie bei einem Speed Dating fort. Ein weiteres Format wird in weiteren Runden auch „die lebendige Bibliothek“ sein.

Option für hybride Formate

Mit Menschen, die aufgrund von körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen nicht persönlich teilnehmen können, kann das Format auch hybrid durchgeführt werden. Dazu bieten wir die technische Unterstützung und Begleitung vor Ort an.

In den Pilotprojekten waren die Jugendlichen begeistert und überrascht, wieviel von dem Wissensschatz der älteren Generation für sie bedeutsam ist. Jedes Mal wurde die Bitte laut, diese Veranstaltung öfter abzuhalten, um an dem Wissensschatz teilzunehmen, ihn vertiefen und zur eigenen Lebensentwurf- und Wertebildung heranziehen können.

Insbesondere Fragen wie die nach der Berufsfindung oder die der Rollenmodelle, nach denen im Umfeld der Älteren gelebt wurde, sind es, die die Jüngeren besonders interessieren. Die Jüngeren treten dadurch in eine Auseinandersetzung mit den Kriterien und Werten ein, nach denen die Älteren ihre Entscheidung getroffen haben, und können sie im Prozess der eigenen Wertefindung integrieren.

2021 Foto Conny Kurz - Tisch der Generationen 2021 Foto Conny Kurz - Tisch der Generationen

ZIELE

  • Wir wollen mit Jugendliche, ältere Menschen als Zeitzeugen, in einem Generationendialog zusammenbringen und mit den modernen Techniken als Kommunikationsmittel vertraut machen.
  • Damit wollen wir die Hemmschwelle und Kontakthindernisse der Zielgruppen überwinden.
  • An den jeweiligen Veranstaltungen sollen 12 bis 24 Teilnehmer und Teilnehmerinnen eingebunden werden.
  • Am Ende sollen es konkrete Ideen und Erfahrungen geben, um das Format eines Dialogbasiertes Storytelling der lokalen und regionalen Zeitgeschichte geben und die Ausweitung auf weitere Gemeinden im Landkreis Landsberg und der Stadt Augsburg zu planen.

UMSETZUNG

Wir haben erstmals im Dezember 2021 Bürger und Bürgerinnen aus verschiedenen Orten zu einer Auftaktveranstaltung und Multiplikatorenschulung eingeladen. Die Veranstaltung wurde damals durch die Corona-Pandemie auch mit Online-Konferenztechniken ergänzt. Damit konnte der Tisch der Generationen sicher durchgeführt werden.

Wir haben mit professioneller Moderation die Diskussionen begleitet. Dabei kamen Methoden wie Speeddating, Fish Bowl, World Café und Open Space zum Einsatz. Das haben wir gebündelt, erweitert und als eine Dialogformat optimiert.

Unsere Teilnehmergruppe hat damit biografische Themen und auch philosophische Inhalte besprochen. Diese Form von moderierten Dialogen und Interviews führte zu einem Generationengespräch.

MULTIPLIKATION 2023

Wir möchten mit diesen Partnern 2023 die bayernweiten Multiplikation beginnen. Dazu sollen eine Multiplikatorenschulung für die Moderation erfolgen, Flyer, Presse und Öffentlichkeitsarbeit das Vorhaben bekannt machen.

Ab der Mai 2023 planen wir 10 Start-Up in verschiedenen Orten zu initiieren und möchten bis 2024 insgesamt 30 lokale Gruppen bilden. Die Netzwerke der Bündnispartner VHS Bayern, Brücken bauen e.V. und der Landesvereinigung Kulturelle Bildung e.V. können das Format noch durch Module wie Vorträge, Lesungen und biografisches Erzählen begleiten

Unser Vorhaben – ein Projekt mit dem Wertebündnis Bayern 

Diese moderierten Dialoge sollen sich dann an vielen Orten in Bayern verstetigen und jeweils eigenständig fortgeführt werden. Im Jahr 2023 starten wir mit 10 Orten, jeden Monat ein bis zwei Orte, dann setzen wir das Format im Jahr 2024 an 20 Orten mit den Startups fort.

ORTE IN BAYERN

Der Tisch der Generationen soll als Dialogformat auf ganz Bayern und in vielen anderen Orte ausgeweitet werden.

Planungen

Der Start könnte in folgenden Orten in Koopertaion mit den Volkshochschulen und lokalen Partnern erfolgen:

2023

  • Augsburg, Schwaben
  • Oettingen, Schwaben
  • München, Oberbayern
  • Wasserburg am Inn, Oberbayern
  • Eichstätt, Oberbayern
  • Bamberg, Oberfranken
  • Neumarkt, Oberpfalz
  • Abendberg, Mittelfranken
  • Passau, Niederbayern
  • Aschaffenburg, Unterfrankenund/oder Hof, Selb, Wunsiedel, Schwabach, Degendorf, Lauf an der Pegnitz, Marktoberdorf oder Freyung-Gafenau.

An den neuen Standorten werden wir Moderationstrainings anbieten und die Durchführung mit einem Methodenhandbuch begleiten. Darüber hinaus wird es ein Coaching für die Jugendlichen und die Moderatoren geben.

TEAM

Projektidee und Leitung: Wolfgang Hauck
Projektkoordination: Anke Neudel
Projektpartner: Mitwirkende aus den Organisationen der Projektpartner

PRESSEARTIKEL

Artikel zum ersten Durchführung des Formats 2021:

09.12.2021 Schondorf Blog: Tisch der Generationen

11.12.2021 Aloys.News: Überraschung am Tisch der Generationen 

12.11.2021 Post: Facebook

KOOPERATIONSPARTNER

  • Bayerischer Volkshochschulverband e. V.
  • Brücken bauen e. V.
  • Landesvereinigung für kulturelle Bildung e. V
  • Bayerische Jugendring K.d.ö.R.
  • weitere Partner sollen folgen

SUPPORT

Folgt

STATUS

25.10.2022: Das Projekt wird vorbereitet.

Foto: Conny Kurz

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