Tisch der Generationen (Wertebündnisprojekt)

PROJEKTTITEL

Wertebündnisprojekt „Tisch der Generationen“

SCHWERPUNKT: Dialog der Generationen mit hybriden Teilnahmeoptionen
ZIELGRUPPEN: alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere ältere und jungen Menschen ab 12 Jahren.
DURCHFÜHRUNGSORTE: An 30 Orten in Bayern, in allen Regierungsbezirken
RAHMEN: ein bayernweites Projekt der Stiftung  Wertebündnis Bayern
ZEITRAUM: 2023-2024
PROJEKTTRÄGER: dieKunstBauStelle e.V.
PROJEKTIDEE: Wolfgang Hauck
KOOPERATIONSPARTNER: Bayerischer Jugendring, Bayerischer Volkshochschulverband, BrückenBauen gUG, Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation, Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern, Netzwerk Politische Bildung
FÖRDERUNG: Stiftung Wertebündnis Bayern, Heidehof Stiftung, retla e.V.
STELLEN: Wir suchen Mitarbeiter und Mitarbeterinnen! Jobs und offene Stellen

FORMAT 

Das Vorhaben ist aus einer Ideenwerkstatt für soziokulturelle Veranstaltungen mit hybriden Formaten entstanden. Die Aufgabe war, ein Format für einen Generationendialog zum persönlichen Austausch von Lebens- und Berufserfahrung zu entwickeln.

Ausgangspunkt

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Austausch unter den Generationen immer mehr abnimmt. Die Kontakte der Generationen reduzieren sich auf Feiertage und Festlichkeiten. Die Weitergabe des Wissens, der Transfer von Lebenserfahrung und Werten wird dadurch limitiert. Jugendlichen und Heranwachsenden fehlen die Lebenserfahrungen der Generationen, die sie für ihre Berufswahl, Lebensentscheidung und Entwicklung eines eigenen Wertekanons benötigen.

Im Rahmen unseres regionalen Geschichtsprojekts (BayernHistoryApp) sagte eine 87-jährige Frau enttäuscht und vereinsamt: „Man red ja nimma miteinanda“. Das war der Beginn einer Idee, die wir als Tisch der Generationen zu einem Projekt des „Wieder-Miteinander-Reden“ entwickelt haben.

Was ist der „Tisch der Generationen“, was kann er sein?

Mit dem „Tisch der Generationen“ als Dialogformat soll eine Weitergabe des Wissens, ein Transfer von Lebenserfahrung und Werten für Jugendliche und Heranwachsende angeboten werden. Ziel ist es, sich über Lebenserfahrungen im Bereich der Berufswahl, Lebensentscheidungen und die Entwicklung eines eigenen Wertekanons auszutauschen.

Für die ältere Generation soll der geführte Dialog einen Zugang und Verständnis für Probleme, Wertvorstellung und Herausforderungen der heranwachsenden Generation bieten. Dadurch soll der besondere Wert von Gesprächen für die Entwicklung der gegenseitigen Wertschätzung erlebt werden.

Das Wertebündnisprojekt „Tisch der Generationen“ ist ein moderiertes und organisiertes Gesprächsformat und soll als Auftakt an 30 Standorten in allen Regierungsbezirken Bayerns regelmäßige Treffen initiieren und etablieren. Es soll für die verschiedenen Generationen eine Basis zum Dialog und Austausch geschaffen werden.

Für den Ablauf des Dialogformats wurde ein Muster für einen Gesprächsleitfaden mit Moderatoreninnen und Moderatoren, Jugendlichen und lebensälteren Menschen entwickelt und bereits in der Praxis getestet.

In der Regel beginnen die Dialoge mit einer gemeinsamen Reflexionsphase und enden bei den individuellen Lebensgeschichten und einer Wertediskussion auf allgemeiner Ebene. Besonders eindrucksvolle und exemplarische Geschichten sollen erfasst und für eine gesonderte Aufbereitung in einer Publikation gesammelt werden. Beispiel für den allgemeinen Einstieg kann das Thema „Mein erster Schultag“ sein als Schlüsselerlebnis des Perspektivwechsels vom privaten Bezugsrahmen zum öffentlichen Leben.

Das abwechslungsreiche Format, das mit Kaffee und Kuchen begleitet werden soll, beginnt mit einem biografisch fokussierten „World Café“ in kleineren Gruppen und setzt sich später in Einzelbegegnungen, wie bei einem Speed-Dating, fort. Ein weiteres Format wird in weiteren Runden auch „die lebendige Bibliothek“ sein.

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene ab 12 Jahren. Einerseits als Teilnehmende, aber auch, um als Assistierende einbezogen zu sein, indem zusammen die Fragestellungen entwickelt werden und der Muster-Gesprächsleitfaden individuell für den jeweiligen Standort und die Zielgruppen modifiziert wird.

Die Teilnehmeranzahl liegt idealerweise zwischen 16 bis 28 Teilnehmenden. Für drei Stunden führen die Moderatoreninnen und Moderatoren durch das Format „Tisch der Generationen“. Für Menschen, die aufgrund von körperlichen oder gesundheitlichen Einschränkungen nicht persönlich teilnehmen können, kann das Format auch hybrid durchgeführt werden. Dazu wird technische Unterstützung und Beratung angeboten.

Organisatorischer Rahmen

An jedem Standort soll der Auftakt mit einem ersten „Tisch der Generationen“ durchgeführt werden, bei dem auch das lokale Netzwerk am Ort aktiviert werden soll.

Dazu stimmen sich die Projektpartner ein bis drei Monate vor der Veranstaltung über die Ansprechpartner vor Ort für die Planung der Räume, Teilnehmermanagement und Öffentlichkeitsarbeit ab. Während des ersten Auftakts sollen auch Moderatoreninnen und Moderatoren für die Fortsetzung geschult werden, um das Format selbstständig vor Ort weiterführen zu können.

Ehrenamtliche und Mitwirkende der Partnerorganisationen werden angesprochen. Eine einfache Dokumentation, die die interessantesten Ergebnisse festhält, soll während den Veranstaltungen für jeden Standort entstehen. Diese Dokumentation fließt in die Auswertung des Projekts mit ein.

Die Projektleitung, Koordinierung und Organisation der Durchführung des Wertebündnisprojekts wird vom Verein dieKunstBauStelle mit Honorarkräften erbracht. Im Laufe des Projekts sollen auch die Projektpartner organisatorisch Aufgaben verantwortlich übernehmen und mitgestalten.

2021 Foto Conny Kurz - Tisch der Generationen 2021 Foto Conny Kurz - Tisch der Generationen

ZIELE

  • Wir wollen mit Jugendliche, ältere Menschen als Zeitzeugen, in einem Generationendialog zusammenbringen und mit den modernen Techniken als Kommunikationsmittel vertraut machen.
  • Damit wollen wir die Hemmschwelle und Kontakthindernisse der Zielgruppen überwinden.
  • An den jeweiligen Veranstaltungen sollen 12 bis 24 Teilnehmer und Teilnehmerinnen eingebunden werden.
  • Am Ende sollen es konkrete Ideen und Erfahrungen geben, um das Format eines Dialogbasiertes Storytelling der lokalen und regionalen Zeitgeschichte geben und die Ausweitung auf weitere Gemeinden im Landkreis Landsberg und der Stadt Augsburg zu planen.

ERFAHRUNGEN 2021

Wir haben erstmals im Dezember 2021 Bürger und Bürgerinnen aus verschiedenen Orten zu einer Auftaktveranstaltung und Multiplikatorenschulung eingeladen. Die Veranstaltung wurde damals durch die Corona-Pandemie auch mit Online-Konferenztechniken ergänzt. Damit konnte der Tisch der Generationen sicher durchgeführt werden.

Wir haben mit professioneller Moderation die Diskussionen begleitet. Dabei kamen Methoden wie Speeddating, Fish Bowl, World Café und Open Space zum Einsatz. Das haben wir gebündelt, erweitert und als eine Dialogformat optimiert.

Unsere Teilnehmergruppe hat damit biografische Themen und auch philosophische Inhalte besprochen. Diese Form von moderierten Dialogen und Interviews führte zu einem Generationengespräch.

Wir können die Erfahrungen in einem Projekt des Wertebündnisses Bayern mit Kooperationspartnern bündeln und auf ganz Bayern ereitern. Dazu folgen Schulung für die Moderation, eine Pressearbeit, und ffentlichkeitsarbeit, um das Vorhaben bekannt zu machen.

Ab der Mai 2023 planen wir 10 Start-Up in verschiedenen Orten zu initiieren und möchten bis 2024 insgesamt 30 lokale Gruppen bilden.  Die Netzwerke der Bündnispartner VHS Bayern, Brücken bauen e.V. und der Landesvereinigung Kulturelle Bildung e.V. können das Format noch durch Module wie Vorträge, Lesungen und biografisches Erzählen begleiten

STANDORTE IN BAYERN

Der Tisch der Generationen soll als Dialogformat auf ganz Bayern ausgeweitet werden.

Realisierung 2023

  1. Bamberg, Oberfranken
  2. Augsburg, Schwaben
  3. München, Oberbayern

Planung für 2024

  1. Augsburg, Schwaben
  2. Wasserburg am Inn, Oberbayern
  3. Neumarkt in der Oberpfalz
  4. Abendberg, Mittelfranken
  5. Passau, Niederbayern
  6. Schwabenakademie in Kloster Irsee, Schwaben
  7. Straubing, Niederbayern
  8. Deggendorf, Niederbayern
  9. Aschaffenburg, Unterfranken
  10. Lauf an der Pegnitz, Mittelfranken
  11. Hof, Unterfranken
  12. Selb, Oberfranken
  13. Wunsiedel, Oberfranken
  14. Schwabach, Mittelfranken
  15. Marktoberdorf, Schwaben
  16. Freyung, Niederbayern

Weitere Orte werden noch folgen, wie Aschaffenburg, Unterfrankenund/oder Hof, Selb, Wunsiedel, Schwabach, Degendorf, Lauf an der Pegnitz, Marktoberdorf oder Freyung-Gafenau.

PROJEKTTRÄGER

dieKunstBauStelle e.V.

Projektidee und Leitung: Wolfgang Hauck
Projektkoordination: Ursula Cassier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Julia-Carla Schmidt

KOOPERATIONSPARTNER

  • Bayerischer Jugendring
  • Bayerischer Volkshochschulverband
  • BrückenBauen gUG
  • Internationale Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation
  • Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern
  • Netzwerk Politische Bildung

FÖRDERUNG

  • Stiftung Wertebündis Bayern
  • Heidehof Stiftung
  • retla. e.V.

PRESSEARTIKEL

Artikel zum ersten Durchführung des Formats 2021:

09.12.2021 Schondorf Blog: Tisch der Generationen

11.12.2021 Aloys.News: Überraschung am Tisch der Generationen 

12.11.2021 Post: Facebook

 

STATUS

4.4.2024: Das Projekt wird durchgeführt.

Foto: Conny Kurz

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