Category : Uncategorized

Total Piano in Fuchstal

Total Piano in Fuchstal und Lesung Richard Rost

Sonntag, 19. Juni 2022 ab 14:00 bis 18:00 Uhr

Kultainer vor der Fuchstalhalle, Freybergstraße 34, Fuchstal

Eintritt frei

Am Sonntag, 14. Juni um 14:00 heißt es Bühne frei für Pianisten*innen, und um 19:00 folgt die Lesung von Richard Rost.

Der Sonntag startet mit Musik. Das Projekt „Play Me, I’m Yours“ des britischen Künstlers Play Me, I’m Yours Luke Jerram ist Vorbild für die Veranstaltung „Klavier total“! Das Bürgerforum Buntes Fuchstal und der Verein dieKunstBauStelle verwandeln den Standort der Kultainer in eine Musikbühne.

Dazu stellen sie ein Klavier einfach vor die Fuchstal. Das ist eine Einladung Angebot an alle Pianisten*innen, in die Tasten zu greifen und zu spielen. Von „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, Boogie-Woogie bis hin zur Mondscheinsonate ist alles möglich.

Der Spaß an der Musik steht im Vordergrund und der soll sich auf alle übertragen. Wenn jeder noch Getränke und Brotzeit mitbringt, ist alles zusammen, was diesen Sonntag zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Um 19:00 Uhr folgt danach eine Lesung des Richard Rost aus seinem Buch „Das Ketzerdorf – In Ketten“. Er kommt extra aus Italien wieder in seinem Geburtsort Leeder und wird über das Buch, die Geschichte und seine Recherchen berichten. Dann geht es zurück ins Jahr 1577. Bei schlechter Witterung findet die Lesung im Raum der Jugendtreffs statt.

Gefördert vom Fonds Soziokultur.

Der Eintritt ist frei.

 

VERSÖHNUNG DER GENERATIONEN

Beeindruckende Lesung von Sepp Huber

VERSÖHNUNG DER GENERATIONEN

Eine Lesung, die mehr war als eine Lesung

Fuchstal: Die Lesung aus den Buch von Sabine Bode „Die vergessene Generation“ war ein bewegender Einstieg am hochsommerlichen Sonntag vor der Fuchstalhalle. Es war ausreichend Schatten für die Besucher und Besucherinnen. Die Anzahl des Zuhörer und Zuhörerinnen hatte die optimale Größe, um in eigenen Berichten, privates, allgemeines oder familiäres zu erzählen.

Sepp Huber verstand es, Passagen, eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen zu einem persönlichen Blickwinkel im Rahmen der Generationsgeschichte zu verbinden.

Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind ist der Titel eines Erziehungsratgebers zur Säuglingspflege, verfasst von der Ärztin Johanna Haarer. Es dient als Einstieg in das Thema, und zeigte, wie sich die NS-Ideologie bereits mit der ersten Ausgabe 1934 bis in die letzte Ausgabe 1987 Jahre fortsetzte. Erschreckend und befremdlich, was die Zuhörer dazu berichteten.

Das war nur ein Auftakt. Den die Beiträge der verschiedenen Teilnehmer der Generationen von 1928 bis ca. 1960 zeigten die Bandbreite der Erfahrungen, gemeinsames, und versöhnliches mit den Generationen ihrer Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern.

So berichtet viele von den Erfahrungen, der fehlende Herzlichkeit, Umarmungen und Nähe, die viele von Ihren Eltern erlebt hatten oder von rigorosem und cholerischem Verhalten. Dieses Verhaltensweisen bekamen einen geschichtlichen Rahmen. Es waren nicht individuelle Eigenschaften, es war ein System der Erziehung, die nach 1945 eben nicht zu Ende war. Das macht es nicht leichter für die Nachkommen, es entschuldigt nichts, aber es führt auf einen Weg des Verstehens und der Versöhnung.

Diese Veranstaltung war ein kleiner und wichtiger Auftakt zu diesem Dialog der Generationen.

Vielen Dank an Sepp Huber, für seine Initiative, den Standort und die Möglichkeiten der Kultainer in Fuchstal dafür zu nutzen.

Die Lesung und Gesprächsrunde soll an den anderen Standort der Kultainer fortgeführt werden. Von Juli bis September stehen die Kultainer in der Gemeinde Greifenberg.

FÖRDERUNG

Eine Veranstaltung des Bürgerforum Buntes Fuchstal und «dieKunstBauStelle».

Die Lesung ist ein Teil des Projekts  „Soziokultainer Kultainer“ das durch den Fonds Soziokultur gefördert wird.

 

 

Die HistoryApp – nun auch in Istanbul

Die HistoryApp – nun auch in Istanbul

Landsberg/Dießen/Istanbul, 22. Mai 2022.

Innovativ, integrativ und interaktiv: Der Kulturverein „dieKunstBauStelle“ realisiert seit 2021 ein interdisziplinäres Medien- und Geschichtsprojekt. Eine digitale und ortsbasierte HistoryApp für einen multimedialen Zugang zur Geschichte. Die regionale Arbeit an der Plattform hat mit acht Gemeinden im Landkreis Landsberg 2021 begonnen. Nun folgen die internationale Kooperationen mit Universitäten. An erste Stelle steht die älteste und größte Universität der Türkei, die Istanbul Universität mit 60.000 Studenten, die 1453 gegründet wurde. Nun kam eine Delegation nach Landsberg zu einer Fortbildung.

Der Kooperationsvertrag mit der Istanbuler Universität und dem Verein dieKunstBauStelle wurde 2021 geschlossen. „Es bedeutet eine besondere Anerkennung und erfordert ein großes Vertrauen, um mit einer führende Institution im Bildungsbereich der Türkei zusammenarbeiten zu können,“ erläutert Ensa Filazi, von der Fakultät für Literatur der Universität. An erster Stelle steht die Zusammenarbeit mit der Abteilung Translationswissenschaft. Dort beschäftigen sich die Studenten mit der Übertragung zwischen der deutschen und türkischen Kultur, was weit mehr als nur „übersetzen“ bedeutet. „Seit 2021 arbeiten wir mit digitalen Konferenzen, bei denen Themen und Methoden vermittelt wurden“, so Wolfgang Hauck, der Projektleiter. Zusammen mit Dr. Ensa Filazi und Dr. Neslihan Demez haben sie ein umfangreiches Studienprogramm entwickelt. Dabei wurden wissenschaftliches Arbeiten und die Methode des biografischen Ansatzes praxisnah umgesetzt. Daraus ist das Projekt der „IstanbulHistoryApp“ entstanden. Mit Förderung der Deutsch-Türkischen Jugendbrücke konnte nun der Jugend- und Fachkräfteaustausch finanziert werden.

Der erste Empfang fand in Dießen am Ammersee statt. Dort begrüßte Bürgermeisterin Sandra Perzul die Delegation und erläuterte die Bedeutung für die Zielgruppen der „DiessenHistoryApp“. Dießen ist Vorreiter mit der HistoryApp und die ersten Beiträge liegen als türkische Übersetzung vor. Michael Lutzeier, Kulturreferent, der die Konzeption und Redaktion in Diessen leitet, ließ es sich nicht nehmen, die Beiträge zur Gastwirtschaft „Unterbräu“ und der Plastik des „Dietz“ mit persönlichen Anmerkungen vor Ort vorzustellen.

 

Bild 1 2022 Foto 1 Petra Freund, Dießen:
BU: v.l.n.r.: Dießen am Ammersee: Anke Neudel, Adil Mert Zümrüt, Dr. Neslihan Demez, Sirin Yavuzyigit, Ceren Özge Tastan, Michael Lutzeier, Alper Akbay, Sandra Perzul, Dr. Ensa Filazi, Wolfgang Hauck

Universität Augsburg

Der zweite Besuch führte an die Universität in Augsburg. Dr. Ergün Özsoy, Historiker und Lektor für türkische Sprache, erläuterte die lokale Geschichte, und wie die erste Tulpe in Augsburg mit dem osmanischen Reich verbunden ist. Eine Tulpenzwiebel kam als Geschenk eines flämischen Botschafters nach Augsburg und markiert den Anfang einer langen Geschichte. Ein Beispiel von vielen der gemeinsamen Vergangenheit. Nun sollen Möglichkeiten für den deutsch-türkischen Austausch aufgebaut werden.

Bild 2 2022 Foto 2 dieKunstBauStelle, Universität Augsburg:
BU: v.l.n.r.: Sirin Yavuzyigit, Ceren Özge Tastan, Adil Mert Zümrüt, Alper Akbay, Dr. Ergün Özsoy, Dr. Neslihan Demez, Dr. Ensa Filazi, Wolfgang Hauck

„Im Hintergrund des Projekts entstehen noch weitere akademische Kooperationen“, so Hauck, Vorsitzender des Landsberger Vereins dieKunstBauStelle. Jonas Echterbruch aus Landsberg, erarbeitet derzeit einen Audio-Walk in Landsberg zur neueren Zeitgeschichte, die er als Zulassungsarbeit einreichen und in der LandsbergHistoryApp veröffentlich wird. Der Elitestudiengang Osteuropa an der LMU, entwickelt einen Audio-Walk zu einem Thema der Nachkriegszeit in München.

Bei dem interdisziplinären Treffen in Landsberg ging es nicht nur um Themen. Die Teilnehmer diskutierten wissenschaftliche Methodik und Theorie der didaktischen Wissensvermittlung. Die Historikerin Dr. Edith Raim berichtete zum aktuellen Stand der Theorie und sieht weitere Kooperationsprojekte zur HistoryApp. Manfred Deiler, Präsident der Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung, konnte den Studenten und Studentinnen zur Arbeit an einem Gedenkort mit der Praxis von Recherchen und Archivarbeit berichten und führte die Delegation durch das ehemalige KZ-Aussenlager IIV. Eine Überraschung präsentierte Helga Deiler. Sie fand bei Recherchen Daten von fünf türkischstämmigen jüdischen Häftlingen in den Transportlisten.

Bild 3: 2022 Foto 3 Foto Wolfgang Hauck – Landsberg/ Erpfting
BU: v.l.n.r.: Führung im ehemaligen KZ-Aussenlager IIV mit Manfred Deiler

Alper Akbay, Absolvent des Studiengangs, wirkte von Beginn an im Workshops in der Türkei mit. Er möchte weiter an der HistoryApp mitarbeiten. Wie viele andere des Studiengangs ist er in Deutschland geboren und zweisprachig aufgewachsen. Die beste Voraussetzung für dieses Studium. „Für mich ist dieses Format der HistoryApp ein Türöffner für „Public History“. Damit werden kulturelle Perspektiven ebenso wie geschichtliche Perspektiven niederschwellig zugänglich.“

„Die App werde damit zu einem Erkundungs- und Navigationswerkzeug auf einer quellenbasierten Grundlage, die uns viele didaktische Möglichkeiten in den Studienfächern öffne,“, ergänzt Ensa Filazi, wissenschaftliche Leitung der Abteilung. Damit wird Geschichte an Orten direkt vor Ort erlebbar.

„Wir haben in Deutschland nun erfahren, wie sich die Erinnerungsarbeit an den Gedenkorten als authentische Orte wandelt. Die neuen Medien verbinden partizipative Vermittlungsformate und fachliche Kompetenzen“, so Neslihan Demez, ebenfalls in der wissenschaftlichen Leitung der Abteilung.

Bild 4: 2022 Foto 3 Foto Barbara Helleis – Landsberg
BU: v.l.n.r.: Landsberg: Wolfgang Hauck, Anke Neudel, Dr. Edith Raim, Jonas Echterbruch, Manfred Deiler, Ceren Özge Tastan, Sirin Yavuzyigit, Dr. Neslihan Demez, Alper Akbay, Adil Mert Zümrüt, Dr. Ensa Filazi,

Bild 5: 2022 Foto 4 Foto Wolfgang Hauck – Landsberg
BU: Arbeitssitzung zur „PeraHistoryApp“ und „LandsbergHistoryApp“ in der Medienwerkstatt von Wolfgang Hauck

Nun werden weitere Fakultäten, wie die Geisteswissenschaft und Abteilungen für Englisch, Französisch, Persisch und Arabisch der Universität eingebunden. Deswegen können nun persische und arabische Quellen erschlossen werden. Dieser interdisziplinäre Auftakt ist ein weitere Baustein für das Projekt der HistoryApp und soll die mehrsprachige Version qualifizieren und ausbauen.

Zitate der Teilnehmer und Teilnehmerinnen

„Die komplexe Geschichte Landsbergs kennenzulernen und die Eröffnung der Kreiskulturtage war ein unvergessliches Erlebnis. Ich schätze mich sehr glücklich, an einem Workshop mit diesem wunderbaren Team an einem Ort wie Landsberg teilgenommen zu haben.“

Adil Mert, Student

„Es war mein erster Besuch in Deutschland. Seit meiner Kindheit habe ich nur ein Bild von Deutschland vor meinen Augen. Landsberg hat diesem wunderschönen und großartigen Bild von Deutschland entsprochen. Es war für mich wie ein Spaziergang durch ein Märchen. Die Fortbildung war so effizient und lehrreich. Als Forscher*innen hatten wir die Gelegenheit gemeinsam zu diskutieren, wie wir unsere Arbeit und Recherche noch intensiver in die HistoryApp integrieren können. Für ich war ein wichtiger Aspekt, wie wir unsere Forschung optimieren können, um unsere Arbeitsergebnisse nutzerfreundlich und quellenbasiert vermitteln zu können.“

Ceren Özge Tastan, Studentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin

„Landsberg am Lech hat mich sowohl aus kultureller Perspektive als auch aus geschichtlicher Perspektive sehr begeistert. Ich hatte die Gelegenheit großartige Menschen kennenzulernen und mich mit Ihnen auszutauschen. Ich nahm aus dem Workshop und den unterschiedlichen Ausflügen nicht nur interessante, sondern unerwartete Informationen mit. Das inspiriert und motiviert mich für meine weitere Arbeit an und mit der HistoryApp.“

Alper Akbay, Absolvent des Studiengangs 2021

Universität Istanbul

Die T.C. Istanbul Universität zählt mit über 60.000 Studenten*innen zu den führenden Universitäten der Türkei. An der Fakultät für Literatur werden seit rund 25 Jahren Studierende für den Dolmetsch- und Übersetzungsberuf ausgebildet. Die Abteilung „Dolmetschen und Übersetzen Deutsch“ unternimmt viele Projekte, um Studenten mit Partner für die Anforderungen der Praxis vertraut zu machen. Mit dem Übersetzungsclub „İSÇEV“ erfolgt die Anbindung zum Übersetzermarkt in der Türkei. Dadurch erhalten die Studenten einen Einblick in das Berufsleben der Dolmetscher.

Katharina und Vivian

Praktikum bei dieKunstBauStelle

Wir sind Katharina und Vivian, und wir kommen beide aus dem Landkreis Landsberg am Lech. Wir sind 19 Jahre alt und haben im vergangenen Jahr hier in der Stadt unser Abitur gemacht. Da wir uns hier in der Nähe kreativ und kulturell beschäftigen wollten, stießen wir auf den Verein dieKunstBaustelle. Dort nahm uns Wolfgang Hauck, der Leiter dieser Organisation sehr herzlich für ein dreimonatiges Praktikum auf. In dieser Zeit halfen und arbeiten wir an einigen Projekten mit.

Layout für eine Dokumentation

Einige unserer Aufgaben waren etwa das Verfassen oder das Übersetzen von Texten für die Webseite, zudem wirkten wir auch bei der Vorbereitung von Workshops mit. Noch dazu halfen wir auch bei der Dokumentation für die Zukunftswerkstatt Bahnpark mit, indem wir Texte verfassten und diese anschließend formatierten.

Auch wenn viele der Aufgaben völlig neu für uns waren, lohnte sich die Anstrengung allemal da wir dadurch vieles gelernt haben und mit neuen Dingen vertraut gemacht wurden.

So lernten wir zum Beispiel den Umgang mit neuen Computerprogrammen wie InDesign und Photoshop, die für uns mit Sicherheit auch in der Zukunft sehr hilfreich sein werden.

Unser Dank geht an den ganzen Verein dieKunstBaustelle für die vielen Erfahrungen, die wir sammeln duften!

ART NO STOP

Ein europäisches Erasmus-Projekt verbindet Kunst und Sozialarbeit
Landsberg: Die europäische Union fördert ein soziokulturelles Kooperationsprojekt in dem der Verein dieKunstBauStelle die Realisierung der digitalen Gestaltung übernimmt.
Die Qualifikation und Erfahrungen der Partner aus der internationalen soziokulturellen Arbeit hat die EU-Kommission überzeugt, die dazu 200.000 Euro zur Verfügung stellt.

Teilnehmer

Für die aktuelle Arbeitssitzung kamen acht Künstler, Sozialarbeiter und Leiter sozialer Organisationen für vier Tage im Februar nach Landsberg.
Teilnehmer des internationalen Treffens in Landsberg waren die Leiterinnen eines Kultur- und Sozialzentrum in Brindisi (Italien), eines Integrationszentrums für Flüchtlinge und Kulturzentrum in Granada (Spanien), eines Street-Art-Vereins in Amsterdam (Niederlanden) und der soziokulturell tätige Verein dieKunstBauStelle aus Landsberg, der Gastgeber war.
Die anderen Standorte des geförderten EU-Projekts „Art No Stop“ sind in Spanien, Italien und in den Niederlanden. Dort werden die Arbeitssitzungen stattfinden, um die Erfahrung soziokultureller Projekte in einem Handbuch, Lehrgängen und einer Online-Plattform zu bündeln.
Foto: Conny Kurz
Bild 1: v.l.n.r: Dora Fanelli (SP), Gabrielle Cagnazzo (IT), Ankie Til (NL), Ed Santman (NL), Ayelen Bursztyn (SP), Sylvia Paradiso (IT), Wolfgang Hauck (DE)

ZUKUNFTSWERKSTATT BAHNPARK AUGSBURG

Die Dokumentation ist fertig!

Das Team des Vereins dieKunstBauStelle hat eine umfangreiche Dokumentation aus den Ergebnissen ZUKUNFTSWERKSTATT BAHNPARK AUGSBURG vom November und Dezember 2021 erstellt. Sie wird zusammen mit der Bahnpark Augsburg gGmbH im März vorgestellt.
Darin sind auch multimediale Inhalte, wie Videos, Audiobeiträge und Dokumente über QR-Codes online abrufbar.
Die 116 Seiten enthalten Statements aus Politik, Wirtschaft, Architektur, Städteplanung und Kultur, sowie Ideen und Skizzen zur Entwicklung einer Ausstellung im Bahnpark enthalten.
Einerseits geht es um die Entwicklung eines Labors für europäische Gesichte, dem Rundhaus Europa, andererseits auch die gesamte Entwicklung des Bahnparks im neuen Quartier.
Deswegen hat Wolfgang Hauck, Initiator des Projekts, die Dokumentation auch als ein Arbeitsbuch konzipiert, in dem weitergeschrieben, Notizen und Idee gesammelt und bearbeitet werden soll.
Die gedruckte Dokumentation ist erhältlich
    • Im Bahnpark in Augsburg
    • Im Büro dieKunstBauStelle in Landsberg
Den Teilnehmer und Teilnehmerinnen finden die Dokumentation in Kürze in ihrem Briefkasten.

FÖRDERUNG

Das Projekt „Labor für europäische Gesichte – Rundhaus Europa“ und die Veröffentlichung wurden gefördert von Fonds Soziokultur
TTMS Außer Rand und Band Landsberg dieKunstBauStelle die Stelzer

UFERLOS – ein Stelzentheaterprojekt

UFERLOS – THEATER AUF STELZEN

SCHWERPUNKT: Darstellende Kunst, Theater
ALTERSGRUPPE: 13-18 Jahre
DURCHFÜHRUNGSORT: Dießen am Ammsee,
WORKSHOP: 26. August bis 10. September 2021

Es geht wieder los mit Stelzen!
15 Tage lang werden wir in Dießen am Ammersee einen Workshop für und mit Stelzen anbieten.

PROJEKT

Der Titel lautet UFERLOS.
Dazu gehört dann auch ein Umzug in Dießen in der Seeanlage und später, am 18.9., auch in München

PLANUNG

5 Tage Schnupperkurse, auch für NeueinsteigerInnen: 26. bis 30. August

10 Tage Intensivkurse zur Vorbereitung Aufführung und Umzug: 31.. August bis 10. September

ANMELDUNG – BITTE EINTRAGEN!

Bitte trag Dich ein, damit wir die Termine bald planen können.
https://doodle.com/poll/c9zwq64yqrfspkwe

Die Teilnahme ist kostenfrei!

BÜNDNISPARTNER
  • dieKunstBauStelle e. V.
  • Die Stelzer – Theater auf Stelzen
  • Gemeinde Dießen a.A., Jugendtreff / Juz Dießen

   

FÖRDERUNG

„Das Projekt UFERLOS wird unterstützt durch das Programm „tanz + theater machen stark“ des Bundesverbands Freie Darstellende Künste e.V. im Rahmen des Bundesprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Gemeinde Schondorf unterstützt die LandsbergHistoryApp

Gemeinde Schondorf unterstützt die LandsbergHistoryApp

Auf der langen Tagesordnung der Gemeinderatssitzung vom 24. März 2021 stand die Vorstellung des Projekte LandsbergHistoryApp und Kultainer.

Die Vorstellung des Vorhabens von Wolfgang Hauck, dieKunstBauStelle, Dr. Silvia Dobler, Kulturreferentin, und Anke Neudel Veranstaltungsreferentin der Gemeinde, wurde mit großer Zustimmung aufgenommen und begrüßt.

Silvia Dobler stellte erste Themenbereich vor, die  mit der LandsbergHistoryApp und in den Kultainer produziert werden könnten. Auch die Skaterszene in Schondorf spielt dabei ein Rollen.

Anke Neudel hat bereits einen geeigneten und prominenten Standort vorgeschlagen: In den Seeanlagen.
Ein Standort der zentral, publikumswirksam und gut erreichbar ist für alle Schondorfer und Schondorferinnen, schließlich sollen sich neben Jugendlichen alle Bevölkerungsgruppen dort treffen und die Chance zur Mitwirkung und Mitgestaltung haben.

So wundert es nicht, dass der Gemeinderat um 21:45 einstimmig entschied, sich an den Projekten zu beteiligen.

Foto: Wolfgang Hauck, Sitzungsaal Gemeinderat Schondorf mit Präsentation der LandsbergHistoryApp

 

Kultainer 1

Kultur + Container = Kultainer

Kultur + Container = Kultainer

Die Gleichung ist recht einfach: Ein Container, in dem Kultur produziert wird, ist ein Kultainer. Ob so etwas auch in Schondorf einige Wochen stehen soll, entscheidet der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am 24. März 2021. Die Kultainer organisiert der sehr rührige Landsberger Verein dieKunstBauStelle (https://diekunstbaustelle.de/project/kultainer-mobile-medienstudios-fuer-den-laendlichen-raum/). In dessen Beschreibung sind die stählernen Arbeitsräume „mobile Medienstudios für den ländlichen Raum“.

Quelle: Schondorf Blog, abgerufen am 22. März 2021

Zum Beitrag Kultur+Container=Kultainer

Professionelle Arbeitsbedingungen – mitten im Dorf und auf dem Land

Professionelle Arbeitsbedingungen – mitten im Dorf und auf dem Land

Ein Beitrag auf der Webseite von Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.

Unser Verein heißt die „dieKunstBauStelle“ – der Name ist 2013 aus einer Initiative auf einer Baustelle mitten in Landsberg am Lech entstanden. Seit 2014 haben wir über 25 Projekte unterschiedlichster Couleur entwickelt – lokal in Landsberg aber auch international. Es gab Projekte in Flüchtlingslagern in Afghanistan und an der türkisch-syrischen Grenze. Von Anfang an binden wir dabei konsequent die unterschiedlichsten Zielgruppen ein, unter anderem Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten und bildungsbenachteiligte Jugendliche. Darüber hinaus realisieren wir Kunst- und Geschichtsprojekte in deren Rahmen wir uns mit künstlerischen Mitteln zur Geschichte positionieren, sie erkunden, entdecken und neue Formen der Erinnerungskultur entwickeln.

Unsere Projekte werden überwiegend durch öffentliche Förderungen und Spenden finanziert. Die konkrete Umsetzung wird durch das Engagement der Ehrenamtlichen ermöglicht – das können bei kleinen Formaten fünf Personen sein, bei größeren Workshops auch mal bis zu 500 Personen.

kultainer-2-dsee

Möglichkeiten zur Teilhabe bieten

Die Corona-Pandemie hat persönliche Kontakte und damit die direkte Arbeit in Landsberg am Lech unmöglich gemacht. Unser Glück war, dass wir schon seit vielen Jahren digitale Ausstellungen und virtuelle Räume entwickeln. In diesem Bereich sind wir durchaus Pioniere. Schon während des Lockdowns im März 2020 gab es Menschen aller Altersgruppen, die uns berichteten, dass sie mehrere Tage am Stück viele Stunden in unseren digitalen Ausstellungen und auf unseren Webseiten verbracht haben. Sie haben sowohl Verbesserungen und Korrekturen als auch viel Lob zurückgemeldet. Wir freuen uns, dass wir den Menschen zu Hause – manche von ihnen waren auch in Quarantäne – damit ein kulturelles Angebot und die Möglichkeit zur Teilhabe anbieten können.

Aber mir ist bewusst, dass wir den persönlichen Kontakt niemals gleichwertig durch virtuelle Formate ersetzen können. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir das Projekt „Kultainer“ mit Hilfe der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt realisieren konnten. Die Idee dahinter ist eigentlich simpel: Vier Bürocontainer, die wir als mobile Medienstudios eingerichtet haben. Entstanden sind ein Redaktionsbüro, ein Grafikstudio, ein Ton- und Radiostudio sowie ein Meetingraum. Die „Kultainer“ können mit einem LKW transportiert und an den verschiedenen Orten aufgebaut werden. Sie ermöglichen professionelle Arbeitsbedingungen – mitten im Dorf und auf dem Land. An den jeweiligen Stationen sollen sie jeweils für zwei bis drei Monate stehen und auch als kultureller und sozialer Treffpunkt wirken. Wir schaffen damit Möglichkeiten zur Mitwirkung, die es in unserer Region sonst niemals geben würde und erreichen Menschen, die ohne das Projekt nie mit derartiger Technik in Berührung kommen würden. Dabei binden wir sowohl Jugendliche als auch Seniorinnen und Senioren ein – und natürlich alle Altersgruppen dazwischen.

Erzähl Deine Geschichte

Ein redaktionelles Format unseres Angebots heißt „Erzähl deine Geschichte“. Das ist ein „Social Storytelling“, bei dem zum Beispiel eine 80-jährige Bäuerin mit einer 15-jährigen Jugendlichen diskutiert, wie sich die Sichtweisen und die Lebenswelten im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Ihre Dialoge sind die Grundlage für Online-Radio-Beiträge, Podcasts und Artikel, die in den lokalen Medien veröffentlich werden. Dabei ist uns ein hohes Maß an Professionalität sehr wichtig. Wir binden deshalb Journalisten, Historiker, Fotografen und Radioredakteure ein, die den Ehrenamtlichen vor Ort zur Seite stehen und ihnen die nötigen Fachkenntnisse vermitteln.

Wichtige Impulse, von denen der Landkreis noch Jahre profitieren wird

Mit den „Kultainern“ verfügt unser Verein über eine nachhaltige und multifunktionale Ausstattung. Sie ermöglichen es uns, in den nächsten Jahren flexibel, dezentral und partizipativ zu arbeiten. Ohne die Förderung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt wäre das nicht möglich gewesen, andere Fördermittelgeber fördern nur die Arbeiten in einem Projekt, zudem nur bis zu 30 Prozent der Kosten, aber keine Investitionen. Diesen wichtigen Beitrag hat das neue Förderprogramm der DSEE mit einer einfachen, wirkungsvollen und effizienten Förderung geleistet.

Durch den kurzen Zeitraum für die Umsetzung und die coronabedingten Lieferengpässe war es eine logistische Herausforderung für uns, die Medienstationen auszustatten. Anderseits war unser ganz besonders motiviert durch diese Form der Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit und die Tatsache, dass wir in unserem Landkreis noch Jahre davon profitieren werden. Deswegen sind die Förderung und die Impulse die damit gesetzt wurden, umso wertvoller.

Veröffentlich unter:
https://www.deutsche-stiftung-engagement-und-ehrenamt.de/