Author Archives: wolfganghauck

Wer spricht eigentlich mit dem Landtag? Ein Blick ins Lobbyregister

Wer spricht eigentlich mit dem Landtag? Ein Blick ins Lobbyregister

Was wir dort gefunden haben — und warum wir uns selbst eingetragen haben

Wenn in München oder Berlin über kulturelle Förderprogramme entschieden wird, sitzt selten jemand am Tisch, der zufällig vorbeikommt.

Wer dauerhaft mit Parlament und Regierung über Politik spricht, muss sich in das Lobbyregister eintragen. Dort wird öffentlich, wer Politik beeinflusst, mit welchen Anliegen und mit welchen Mitteln.

Der Bundestag und der Bayerische Landtag führen ihr jeweiliges Register seit Januar 2022. Was steht darin?
Im Lobbyregister des Bayerischen Landtags stehen für das Berichtsjahr 2025 rund 944 Einträge. Vom Bauernverband über Apothekerkammern bis zu Energieversorgern und Branchenverbänden steht dort, was man erwartet. Und einiges, was man nicht auf dem Schirm hat.

Wer dort jedoch nach „Erinnerungskultur“ sucht, findet keinen Treffer. Wer nach „Gedenkarbeit“ sucht, ebenfalls nicht. In einem Land mit der Geschichte Bayerns, von Dachau über Flossenbürg bis Landsberg, ist die NS-Aufarbeitung kein Nebenthema. Im Register, in dem Bayern festhält, wer mit Landtag und Staatsregierung Politik macht, taucht sie dennoch nicht auf.

Auf Bundesebene sieht es kaum besser aus. Unter „Erinnerungskultur“ finden sich acht Einträge, davon drei mit Bezug zur NS-Geschichte. Unter „Gedenkstätten“ zwei weitere. Mehr ist es nicht.

Das hat uns überrascht

Als wir das gesehen haben, war die Frage nicht mehr, ob wir uns eintragen, sondern wie schnell wir es tun.
Seit dem 12. Juni 2026 ist dieKunstBauStelle e. V. unter der Registernummer R008055 im Lobbyregister des Deutschen Bundestages eingetragen. Seit dem 20. Juni 2026 zusätzlich unter der Registernummer DEBYLT04A1 im Lobbyregister des Bayerischen Landtags. Damit sind wir derzeit der einzige zivilgesellschaftliche Akteur der Erinnerungskultur in Bayern, der dort gelistet ist.

Anlass sind unsere Gespräche mit Abgeordneten beider Parlamente und mit dem Bundesministerium für Kultur und Medien zur künftigen Förderung der Erinnerungskultur. Wer regelmäßig solche Gespräche führt, ist nach den Lobbyregistergesetzen des Bundes und des Freistaats Bayern zur Eintragung verpflichtet. Sobald die Kontakte regelmäßig werden, ist die Eintragung Pflicht.

Warum das mehr ist als ein Verwaltungsakt

Das Lobbyregister ist heute der erste Ort, an dem Parlamentarier und Ministerien nachschlagen, mit wem sie zu einem Thema sprechen können. Wer dort nicht steht, taucht im politischen Sichtfeld nicht auf. Für die Erinnerungskultur auf Landesebene hieß das bislang: keine Ansprechpartner aus der Zivilgesellschaft. Auf Bundesebene gibt es einige wenige, aber zu wenige, gemessen daran, wie viele in dem Feld arbeiten.

Hintergrund sind unsere beiden Schwerpunktprojekte: der NaziCrimesAtlas und die digitale Erschließung der NS-Erinnerungsorte in Bayern. Beide stehen für eine Arbeit, die in den bestehenden Förderprogrammen kaum vorkommt. Wer ohne institutionelle Grundförderung arbeitet, fällt durch das Raster. Das gilt für uns wie für viele andere kleinere Träger der Erinnerungskultur.

Wir wollen mit der Eintragung zwei Dinge erreichen:

Wir bündeln die Anliegen der kleineren Träger und tragen sie gegenüber der Politik auf Bundes- und Landesebene vor. Und wir stehen als Fachorganisation für Auskunft und Beratung bereit, für Abgeordnete, Ministerien, Stiftungen und kommunale Träger ebenso wie für Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis.

Eintragung ist Pflicht, und Transparenz gehört zur Sache

Wer regelmäßig mit Abgeordneten, Fraktionen oder Regierungen über Förderprogramme oder Gesetze spricht, muss sich nach dem Lobbyregistergesetz eintragen. Auf Bundesebene gilt das bis zur Referatsleitung in den Ministerien.
Das Register zeigt öffentlich, wer wir sind, woher unsere Mittel kommen und welche Anliegen wir vertreten. Diese Sichtbarkeit gehört zur Sache.


Die Interessenvertretung erfolgt im Eigeninteresse des Vereins, nicht im Auftrag Dritter. Wolfgang Hauck führt die Arbeit ehrenamtlich.

Vollständige Einträge:
Bayerisches Lobbyregister (DEBYLT04A1): https://www.bayern.landtag.de/lobbyregister/
Bundes-Lobbyregister (R008055): https://www.lobbyregister.bundestag.de/suche/R008055R008055

Landtagspräsidentin Ilse Aigner übernimmt Schirmherrschaft

Landtagspräsidentin Ilse Aigner übernimmt Schirmherrschaft über die BayernHistoryApp

Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner, hat die Schirmherrschaft über die BayernHistoryApp übernommen. Die kostenfreie digitale Plattform für bayerische Heimatkunde umfasst inzwischen acht Themenbereiche mit über 1.800 Beiträgen. Sie wird vom Verein dieKunstBauStelle e. V. aus Landsberg am Lech betrieben und ist seit 1. Mai 2023 für iOS und Android verfügbar.

Zitat Ilse Aigner, MdL, Präsidentin des Bayerischen Landtags (aus dem Grußwort)

„Die Themenvielfalt ist beeindruckend: von Gasthäusern und Brauereien bis hin zu Kirchen und Klöstern, Bahnhöfe, Kunst, Musik, Handwerk und Landschaft. Unterschiedliche Formate wie authentische Zeitzeugenberichte, interaktive Rundgänge und wissenschaftliche Beiträge vermitteln die Inhalte auf abwechslungsreiche Art und Weise und sprechen Nutzerinnen und Nutzer aller Altersgruppen an. Jede und jeder kann etwas aus der BayernHistoryApp mitnehmen!”

 

Zitat Wolfgang Hauck, Projektleiter und Initiator

„Nutzer möchten nicht einzelne Insellösungen herunterladen, sondern eine zentrale Plattform nutzen. Genau hier spielt die BayernHistoryApp ihre Stärke aus, weil sie unterschiedlichste Themenbereiche an einem Ort anbietet.”

Über die BayernHistoryApp

Die BayernHistoryApp ist eine kostenfreie Plattform für digitale Heimatkunde in Bayern. Sie wird vom Verein dieKunstBauStelle e. V. in Landsberg am Lech betrieben. Acht Themenbereiche bieten Inhalte zu lokaler Geschichte, NS-Erinnerungsorten, jüdischem Leben, darstellenden Künsten, Audiowalks, Industriegeschichte, kulinarischer Tradition und partizipativen Erzählungen. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Weitere Informationen: www.bayernhistory.de

Presseberichte

08.06.2026 Landsberger Tagblatt

06.06.2026 Kreisbote Landsberg am Lech

 

 

Studierenden erkunden Erinnerungskultur am KZ-Außenlager VII

Wie vermittelt man Geschichte, die auf Abwehr trifft?

Rundgang und Diskussion am ehemaligen KZ-Außenlager Kaufering VII – 12. Mai 2026


Am Dienstag, 12. Mai 2026, fand am ehemaligen KZ-Außenlager Kaufering VII bei Landsberg-Erpfting ein Rundgang statt, der einen anderen Schwerpunkt setzte als vergleichbare Angebote. Im Mittelpunkt stand nicht die Geschichte des Lagers selbst, sondern die Frage, unter welchen Bedingungen ihre Vermittlung gelingt – und wo sie scheitert.

Eingebettet war die Veranstaltung in das Praxissemester der Technischen Hochschule Augsburg: Studierende der Sozialen Arbeit im Modul Methodische Professionalität III unter der Leitung von Prof. Martin Stummbaum befassten sich vor Ort mit Genoziden und Erinnerungskultur als Handlungsfeld sozialer Arbeit. Begleitet wurde der Rundgang von Wolfgang Hauck, Lehrbeauftragter an der TH Augsburg und Initiator der Projekte NaziCrimesAtlas und BayernHistoryApp.

Der Rundgang nutzte digitale Zugänge beider Anwendungen – darunter Beiträge, die Wolfgang Hauck gemeinsam mit dem verstorbenen Manfred Deiler, Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte-Stiftung, und der Historikerin Dr. Edith Raim erarbeitet hatte. Beide sind inzwischen verstorben: Manfred Deiler am 12. November 2023, Dr. Edith Raim am 1. Juli 2025. Ihre Beiträge bleiben als Teil des digitalen Gedächtnisses dieses Orts zugänglich.

An die Führung schloss sich eine offene Diskussion am Parkplatz an, an der sich neben den Studierenden auch Bürgerinnen und Bürger aus Landsberg und dem Landkreis beteiligten.


Teilnehmende

  • Studierende im Modul Methodische Professionalität III: Praxisforschung und Qualität (in) der Sozialen Arbeit, Technische Hochschule Augsburg
  • Prof. Martin Stummbaum, Technische Hochschule Augsburg (Modulleitung)
  • Wolfgang Hauck, Lehrbeauftragter TH Augsburg, Vorstand dieKunstBauStelle e.V. (Rundgangsleitung)
  • Interessierte Öffentlichkeit

Bildergalerie


Informationen und digitale Zugänge


Hintergrund

Das ehemalige KZ-Außenlager Kaufering VII war eines von elf Lagern des Außenlagerkomplexes Kaufering – des größten Außenlagerkomplexes des KZ Dachau. Der Erhalt des Geländes geht wesentlich auf das Engagement der 1983 gegründeten Bürgervereinigung Landsberg zurück. Zum historischen Kontext des Orts und zur Aufarbeitungsgeschichte nach 1945 verweisen wir auf die Dokumentation der Diskussion von 2021.

 

Omas gegen rechts Protest gegen Karl Schrem Bau Landsberg am Lech

Diskussion zur Erinnerungskultur in Landsberg am Lech

Bestandsaufnahme zur Landsberger Erinnerungskultur

Diskussion und Protestaktion der Omas gegen Rechts am 14. August 2021 in Landsberg am Lech

Kurzlink zu diesem Beitrag: https://bit.ly/Diskussion2021

Dossier zur Diskussion: Dossier zur Diskussion von 2021 [PDF]


Nachtrag April 2026

Zwei der vier Teilnehmenden dieser Diskussion sind inzwischen verstorben: Manfred Deiler am 12. November 2023, Dr. Edith Raim am 1. Juli 2025. Ihre Beiträge sind damit Zeitzeugnis einer Generation, die das Erbe der Landsberger NS-Geschichte aufgearbeitet und weitergegeben hat. Das Videodokument und die autorisierte Transkription bleiben als Primärquelle zugänglich. Aus aktuellem Anlass haben wir die Tonqualität der Videoaufzeichnung 2026 überarbeitet und den Beitrag neu aufgegriffen.


Der Anlass

Am Samstag, dem 14. August 2021, kamen Mitglieder der Regionalgruppe München der Initiative „Omas gegen Rechts“ zu einer Bestandsaufnahme und Protestaktion nach Landsberg am Lech.
Anlass der Protestaktion war die geplante Namensgebung eines Neubaus im Wohnquartier „Urbanes Leben am Papierbach“ als „Karl-Schrem-Bau“. Karl Schrem (1895–1981) war Direktor der ehemaligen Bayerischen Pflugfabrik – eines Rüstungsbetriebs mit Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg – und Mitglied der NSDAP seit 1938.

Die öffentlichen Rechtfertigungsstrategien, Verharmlosungen und Duldungen durch Stadt, Presse, Leserbriefe und soziale Medien haben außerhalb Landsbergs Besorgnis ausgelöst. Zur Situation und zum Stand der Landsberger Erinnerungskultur fand neben einer Besichtigung des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering VII am Abend eine Diskussion bei dieKunstBauStelle e.V. statt.

Die Diskussion ist hier als Videodokumentation wiedergegeben. Eine bearbeitete Transkription der Diskussionsbeiträge, autorisiert durch alle Teilnehmenden, steht zur Verfügung.

Bildunterschrift: Podiumsdiskussion am 14. August 2021 bei dieKunstBauStelle e.V. in Landsberg am Lech. Von links: Dr. habil. Edith Raim (†), Historikerin, Universität Augsburg; Manfred Deiler (†), Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung; Gabriele Triebel, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; Wolfgang Hauck, Künstler und Akteur der Erinnerungskultur. Im Hintergrund: Teilnehmerinnen der Regionalgruppe München der Initiative „Omas gegen Rechts“. Foto: Christian Rudnik

Teilnehmer der Diskussion

  • Dr. habil. Edith Raim † , Historikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur Landsberger NS-Geschichte und zur NS-Justiz
  • Gabriele Triebel, Mitglied des Bayerischen Landtags, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Manfred Deiler † , Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V.
  • Wolfgang Hauck, Künstler, Projektentwickler der Erinnerungskultur, Vorstand dieKunstBauStelle e.V., (Moderation)

Hinweise zur Dokumentation

Der erste Bericht zur Veranstaltung wurde am 18. August 2021 veröffentlicht. Die Videoaufzeichnung und die Transkription folgten im September 2021. Im April 2026 wurden die Tonqualität der Videoaufzeichnung überarbeitet und der Beitrag aus aktuellem Anlass neu eingeordnet.

Film

Link zum Film: https://vimeo.com/manage/videos/588825293

Transkription der Redebeiträge

Artikel

Dossier
2026 Dossier zur Diskussion von 2021

Quellen

Weiterführende Pressebeiträge zur Namensgebungsdebatte
Diskussion der Namensgebung Karl Schrem Bau 2021 und Berichte zum Besuch der Omas gegen Rechts in Landsberg am Lech.

Online

Der Zugriffstand der folgenden Links ist August 2022. Einzelne Quellen wurden seither verändert oder entfernt (siehe Anmerkungen).

Kreisbote Landsberg am Lech
Landsberger Tagblatt
Quellen als PDF-Dokumente

 

Die Kultur-Container sind nach Augsburg gezogen!

Die Kultur-Container sind nach Augsburg gezogen!

Am Bahnpark entwickelt dieKunstBauStelle ein Kulturquartier für den Stadtteil Hocfeld

Landsberg/Augsburg: Wie Eisenbahnwagons stehen nun vier schwarz-weiße Container vor dem Bahnpark. „Nicht um bewegt zu werden, sondern um Bewegung in den Stadtteil zu bringen“, so Wolfgang Hauck, Initiator des Projekts.

 

Der Kulturverein dieKunstBauStelle aus Landsberg am Lech hat seine Aktivitäten nach Augsburg ausgeweitet, nachdem er 2014 in Landsberg mit 35 soziokulturellen Projekten gestartet war. Der Verein musste 2022 seine Geschäftsräume in Landsberg aufgeben und hat daraufhin die dezentrale Kulturarbeit mit mobilen „Kulturstationen“ in ausgebauten Baucontainern im Landkreis entwickelt.
Im Bahnpark Augsburg wurden schon verschiedene Projekte erfolgreich realisiert, wie die das Beteiligungsformat „Zukunftswerkstatt Bahnpark“, das Dialogformat „Tisch der Generationen“ und einen Europatag der Jugend zum Thema Reisen mit Interrail.

Im Fokus des neuen Projekts steht der Stadtteil Augsburg-Hochfeld, offiziell „Planungsraum IX“, der durch eine Industriebrache des Bahnbetriebsgeländes dominiert wird. Im Zentrum liegt der Bahnpark Augsburg, der sich mit der Sammlung von Lokomotiven als Lernort für europäische Kultur- und Technikgeschichte etablieren will.

Die Idee hinter dem Projekt ist es, die Leben und Kultur in den Stadtteil zu bringen. Es sollen kulturelle Angebote wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen stattfinden, und ein Ort des Zusammenkommens entstehen.

In den kommenden Monaten sollen nun verschiedene Aktivitäten mit den Kultainern stattfinden. „Der Bahnpark soll zum Kulturquartier im Stadtteil Hochfeld entwickelt werden. Wir wollen den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Ort für Begegnung und Austausch bieten“, so Markus Hehl, Geschäftsführer des Bahnparks. „Damit können wir zusammen mit dem Verein dieKunstBauStelle als Träger und Akteur für das Kulturleben im Stadtgebiet Impulse geben und Ideen realisieren“, so Hehl weiter.

Foto: Daniel Rössner:
v.l.n.r.: Heinz Hohn, Wolfgang Hauck und Markus Hehl freuen sich über den Auftakt im Bahnpark Augsburg mit dne Kultainern.

Der Verein kann an diesem neuen Standort als Koordinator, Mediator und Akteur wirken, um die Kooperationen und Partizipation unterschiedlicher Akteure zu bündeln. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das ist gerade hier im Bahnpark zu erleben. Was noch als verlassene Industriebrache wahrgenommen wird, kann schon bald ein neues attraktives Quartier in Augsburg werden und in dessen Mittelpunkt der Bahnpark steht“, betont Wolfgang Hauck, Vorstand des Vereins dieKunstBauStelle.

Das Projekt hat am 2. März 2023 mit der Ankunft der Kultainer begonnen. Der Kulturverein dieKunstBauStelle ist seit 2014 als gemeinnützige Organisation international tätig. Mit dem Projekt „Planungsraum IX“ setzt dieKunstBauStelle ein klares Zeichen für die Förderung der Kultur und die Vernetzung im Stadtteil Augsburg-Hochfeld. Die Förderung des Fonds Soziokultur zeigt, dass die Arbeit des Vereins wertgeschätzt und bundesweite Anerkennung erhält. Gerade sind drei Publikationen von Bundesförderungen erschienen, in denen fünf Projekte des Vereins als Musterbeispiele vorgestellt werden.

Infos und Kontakt über: augsburg@dieKunstbauStelle.de

Pressemeldung 3.3.2023 Landsberg als PDF

Pressemeldung 3.3.2023 Augsburg als PDF

Download Pressebilder

BILDUNTERTITEL
Foto 1 und 2 Wolfgang Hauck: Die Kultainer bilden ein Quartier im Bahnpark Augsburg
Foto 2 Daniel Rossner: Heinz Hohn, Wolfgang Hauck, Markus Hehl. Der Vorplatz des Bahnparks mit den Kultainer verwandelt sich zu einem Kulturquartier für den Stadtteil Hochfeld.

 

Workshop Theater auf Stelzen in Venedig

Workshop Theater auf Stelzen in Venedig

3. bis 5. Februar 2023

WIR LADEN EUCH EIN!

Die Stelzer – italienisch „Il Trampoliere“ – sind eine der führenden mit Theater auf Stelzen.
Sie sind dabei, ein neues Ensemble in Venedig aufzubauen.
Mach mit!

IMPRESSIONEN AUS VENEDIG, NOVEMBER 2022

INFORMATIONEN WORKSHOP STELZEN

WORKSHOP TERMINE

  • 3. Februar, Freitag, 13:00-19:00
  • 4. Februar, Samstag, 10:00-19:00
  • 5. Februar, Sonntag, 10.00-19.00 Uhr

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

KOOPERATIONSPARTNER

  • Centro Teatrale di Ricerca Venezia
  • Compagnia Pantakin da Venezia Circoteatro
  • dieKunstBauStelle e.V.

ORT DES WORKSHOP

Theaterzentrum für Forschung CTR
Konvent SS Cosma und Damiano
Giudecca, 621, 30133 Venezia
www.ctrteatro.it

ANMELDUNG 

#stelzen #stilts #venezia #vencie #stiltsinvenice #trampoliere -teatrosuitrampoli #theatreonsilts #diestelzer #trampolieriedivenezia

ArtNoStop – Partnertreffen in den Niederlande

ArtNoStop
Partnertreffen in den Niederlande

Vom 8. bis 10. Dezember 2022 fand das dritte transnationale Treffen des Projekts Art No Stop 2020-1-ES01-KA227-ADU-095851 statt, das durch das Programm Erasmus+ kofinanziert wird.

An diesem Projekt nehmen wir, dieKunstBauStelle, als deutscher Partner teil und arbeiten mit folgenden Organisationen zusammen:

  • Spanien: Fundación Escuela de Solidaridad (Projektleitung)
  • Italien: Cooperativa Sociale Ten Rock
  • Deutschland: dieKunstBauStelle
  • Niederlande: Changes & Chances

In diesem Treffen konnten wir unser Handbuch für die Zusammenarbeit von sozialen Einrichtungen mit Künstler*innen fertigstellen. Dazu bereiten wir im Rahmen des Programms Videokurse vor und haben eine Webseite erstellt, auf der wir über 100 Beispiele zu verschiedenen Formen der Zusammenarbeit berichten.

Foto Wolfgang Hauck: v.r.n.l.: Silvia Paradiso, Ayelen Bursztyn, Gabrielle Cagnazzo, Ankie Til, Dora Fanelli, Ed Santman, Wolfgang Hauck

Aktuell arbeiten wir an dem Online-Kurs über die Produktion von künstlerischen Veranstaltungen. Dieser wird für die Ausbildung und die Fortbildung von Fachkräften und ehrenamtlichen Helfern in den jeweiligen Gemeinschaften kostenfrei zur Verfügung stehen und als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und zur Bildung von Netzwerken.

Das Treffen fand in einem kleinenOrt Herpt bei s’Hertogenbosch statt. Dort konnten in dem wunderbaren Tagunsgzentrum „De Nieuwe Schuur“ (die neue Scheune) von Francine Houben unser Treffen durchführen. Es hat uns beeindruckt, den ein Thema unsere Projekts ist es auch, wie Architektur die soziokulturellen Arbeit und Aktivitäten unterstützen und fördern können.

Francine Houben, wurde durch ihre Bibliotheksbauten in Delft weltberühmt, war unsere charmante Gastgeberin und ihre Arbeiten eine Inspiration. Ihr Mann Hans Anderson hat uns ebenso inspiriert, denn seine Expertise liegt im Bereich der Organisationsberatung, die er jahrzehntelang für öffentliche Institutionen durchgeführt hat.

Am Ende konnte uns Ankie noch ’s-Hertogenbosch zeigen, wo sie über dreißig Jahre ihre Theaterarbeit aufgebaut und realisiert hat. Sie hat sich mit Ed, beide von der Organisation Changes & Chances, um die Vorbereitung und Organisation dieses wunderbaren Treffens gekümmert.

Ein Treffen, das für uns alle noch lange in Erinnerung bleiben wird und für alle war klar: Wir kommen wieder!

Foto Wolfgang Hauck: v.r.n.l.: Silvia Paradiso, Ayelen Bursztyn, Gabrielle Cagnazzo, Ankie Til, Dora Fanelli, Wolfgang Hauck, Ed Santman

#artnostop #dieKunstBauStelle #erasmus+ #FundacionEscueladeSolidaridad #fes #dbks #tenrock
#DeNieuweSchuur

Foto Wolfgang Hauck

Zeitreise Europa – Europa entdecken

Zeitreise Europa – Europa entdecken

Logo Bahnpark Augsburg

EINLADUNG

Samstag, 3. Dezember, Bahnpark Augsburg

Augsburg: Europa mit der Bahn zu entdecken ist früher wie heute ein Symbol von Freiheit. Der Verein dieKunstBauStelle und der Bahnpark Augsburg laden am Samstag zu einer Begegnung im europäischen Jahr der Jugend 2022 ein.

Viele kennen Interrail als Symbol für das erste Erleben der Reisefreiheit und des spontanen Unterwegs-seins. Es ist eine Herausforderung, mit wie wenig man auskommen kann, um Wochen oder Monate lang durch Europa zu reisen. Die Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen wirken bis ins hohe Alter nach und für viele Jugendliche ist Interrail der Traum vom Einstieg in die Eigenständigkeit. Interrail ist seit 50 Jahren das Symbol für eine Achterbahnfahrt im Leben.

Nun sind 40 Augsburger*innen eingeladen selbst zu berichten oder von anderen Erfahrungen zu hören. Es wird Insidertipps geben, man wird von Dramen, Tragik und Glücksmomenten erfahren und dem unendlichen Gefühl von Freiheit. Ein Angebote für junge Erwachsene und Senioren.

PROGRAMM

Am Samstag, 3. Dezember, beginnt die Europareise um 14:00 Uhr mit Workshops und „lebendigen Bibliothek“. Am Abend gibt es eine Open Stage, die mit einer Verlosung endet. Die Preise sprechen für sich: 6 x Interrail-Pässe, 4 x Fahrten mit der historischen Dampflok und 10 x Einkaufsgutscheine für Augsburg. Es lohnt sich auf jeden Fall.

ANMELDUNG

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt. Deswegen ist eine Anmeldung erforderlich: bahnpark@diekunstbaustelle.de

FÖRDERUNG

Das Treffen wird im Rahmen „Europäisches Jahr der Jugend 2022“ von der Europäischen Union finanziert. Das Projekt „Zeitreise Europa“ wird unterstützt von Interrail und dem Bahnpark Augsburg. Kooperationspartner ist das Europe Direct/ Europabüro der Stadt Augsburg.

#dieKunstBauStelle #bahnparkaugsburg #augsburg #jugendinaktion @interraileu #interrail #eurail #europäischesjahrderjugend #zeitreise #europa @dieKunstBauStelle

Ausstellung verlängert

AUSSTELLUNG

*** Verlängert bis 9. Oktober ***

SET THE NIGHT ON FIRE

Eine Mahnung – 19. September 1937 – Stadt der Jugend
von Wolfgang Hauck
Dauer der Ausstellung: 16. September bis 9. Oktober 2022
Im Container am Infanterieplatz, Landsberg am Lech
Öffnungszeiten täglich, jedoch abhängig vom Wetter und Verfügbarkeit. In der Regel zwischen 11 bis 18 Uhr und nach Absprache.
Eintritt frei
Informationen und Dokumente: www.LandsbergHistory.de

STIMMEN DES PUBLIKUMS

„… eine geniale Idee, die Geschichte zu den Leuten zu bringen und nicht zu warten, bis die ins Museum gehen.“
„Ich lebe seit 20 Jahre in Landsberg und habe das alles nicht gewußt, vielen Dank!“
„Mein Opa hatte mit zwie Freunden ein Tagebuch dazu geführt. Das durfte ich mit 17 Jahren einmal einsehen, für eine Facharbeit. Ich mußte aber versprechen, keine Namen zu nennen und es niemand weiterzugeben.“
„Nein, habe ich noch nichts gehört. Sehr wichtig, so etwas mitten in der Stadt zu zeigen!“
„… erschreckend, wie die Jugend verführt wurde und wie gezielt die Propaganda ablief.“
„… ich kannte noch Anton Posset aus dem Schulunterricht. Das war nicht immer leicht mit ihm auszukommen, aber ohne sein Engagement würde man heute nicht das alles wissen oder verfügbar haben. Mit den Straßenname sollte die Stadt auch diskutieren, ob man nicht einen Straße nach ihm benennt? …“
„Dezetrale Geschichtsarbeit – überzeugend gelöst, animiert zum Weiterlesen und erreicht viele, die sonst nie in eine Museum gehen würden, schon gar nicht zu diesem Thema.“
„Great, I was here yesterday and again today to show it to my friends. I am glad to hear that there will be an English and digital version. I will share it!“.

THEMA „STADT DER JUGEND“

1937 führte der „Adolf-Hitler-Bekenntnismarsch“ Tausende von Jugendlichen der Hitlerjugend aus ganz Deutschland zunächst zum Reichsparteitag der NSDAP nach Nürnberg, um dem Führer die Treue zu schwören.
Anschließend marschierten rund 1800 Jungen der Hitlerjugend weiter nach Landsberg am Lech. Bei der ersten Abschlusskundgebung am 19. September 1937 auf den Hauptplatz wurde Landsberg am Lech vom Reichsjugendführer zur „Stadt der Jugend“ ernannt und baute damit den Status als „Wallfahrtsort des Nationalsozialismus“ aus.
Erstmals 1980/81 machte eine Schülerarbeit auf diese Geschichte aufmerksam. 1993 wurde nach privaten Recherchen eine Reihe von Aufsätzen dazu veröffentlicht. Dennoch ist dieses Kapitel der Stadtgeschichte nach 85 Jahren aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt.
Die Ausstellung thematisiert diese Erinnerungslücke mit einer künstlerischen Installation, die auf den Recherchen von 1993 basiert, und skizziert exemplarisch den aktuellen Stand des Geschichtsbewusstseins.
Idee und Realisierung: Wolfgang Hauck
Illustration: Gonzalo Orce
Beratung: Dr. Edith Raim, Manfred Deiler
Produktion: dieKunstBauStelle e. V., Landsberg am Lech
Förderung: Deutsche Stiftung Engagement und Ehrenamt
#landsberghistory #landsberggeschichte #Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung #dieKunstBauStelle #wolfganghauck #kultainer #erinnerungskultur #gedenkkultur #landsbergamlech #stadtderjugend #nsgeschichte #zeitgeschichte #hj #hitlerjugend #bekenntnismärsche #fackelmärscher #facklumzug #schirach #dsee

Erinnerungskultur und Geschichtsbewusstsein

Ein Gespräch –

Erinnerungskultur und

Geschichtsbewusstsein

Im Rahmen der Ausstellung

SET THE NIGHT ON FIRE – STADT DER JUGEND

Das Gespräch zur Ausstellung fand am 19. September 2022 im Foyer des Stadttheaters Landsberg statt.
Vor 85 Jahren fand der Abschluss der „Adolf-Hitler-Bekenntnismärsche“in Landsberg statt und Landsberg erhielt den Titel „Stadt der Jugend“

MITSCHNITT

Hören Sie die Aufnahme der Eröffnung am Freitag, 16. September 2022 in Landsberg am Lech.

ES SPRACHEN

+ Alexandra Senfft, Autorin
+ Manfred Deiler, Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung
+ Wolfgang Hauck, dieKunstBauStelle

AUSSTELLUNG

Bis zum 9. Oktober ist die Ausstellung auf dem Infanterieplatz in Landsberg zu sehen.
Öffnungszeiten werden auf der Webseite veröffentlicht. In der Regel ist die Ausstellung zwischen 10 bis 18 Uhr.
FOTO
Conny Kurz