Author Archives: wolfganghauck

Studierenden erkunden Erinnerungskultur am KZ-Außenlager VII

Wie vermittelt man Geschichte, die auf Abwehr trifft?

Rundgang und Diskussion am ehemaligen KZ-Außenlager Kaufering VII – 12. Mai 2026


Am Dienstag, 12. Mai 2026, fand am ehemaligen KZ-Außenlager Kaufering VII bei Landsberg-Erpfting ein Rundgang statt, der einen anderen Schwerpunkt setzte als vergleichbare Angebote. Im Mittelpunkt stand nicht die Geschichte des Lagers selbst, sondern die Frage, unter welchen Bedingungen ihre Vermittlung gelingt – und wo sie scheitert.

Eingebettet war die Veranstaltung in das Praxissemester der Technischen Hochschule Augsburg: Studierende der Sozialen Arbeit im Modul Methodische Professionalität III unter der Leitung von Prof. Martin Stummbaum befassten sich vor Ort mit Genoziden und Erinnerungskultur als Handlungsfeld sozialer Arbeit. Begleitet wurde der Rundgang von Wolfgang Hauck, Lehrbeauftragter an der TH Augsburg und Initiator der Projekte NaziCrimesAtlas und BayernHistoryApp.

Der Rundgang nutzte digitale Zugänge beider Anwendungen – darunter Beiträge, die Wolfgang Hauck gemeinsam mit dem verstorbenen Manfred Deiler, Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte-Stiftung, und der Historikerin Dr. Edith Raim erarbeitet hatte. Beide sind inzwischen verstorben: Manfred Deiler am 12. November 2023, Dr. Edith Raim am 1. Juli 2025. Ihre Beiträge bleiben als Teil des digitalen Gedächtnisses dieses Orts zugänglich.

An die Führung schloss sich eine offene Diskussion am Parkplatz an, an der sich neben den Studierenden auch Bürgerinnen und Bürger aus Landsberg und dem Landkreis beteiligten.


Teilnehmende

  • Studierende im Modul Methodische Professionalität III: Praxisforschung und Qualität (in) der Sozialen Arbeit, Technische Hochschule Augsburg
  • Prof. Martin Stummbaum, Technische Hochschule Augsburg (Modulleitung)
  • Wolfgang Hauck, Lehrbeauftragter TH Augsburg, Vorstand dieKunstBauStelle e.V. (Rundgangsleitung)
  • Interessierte Öffentlichkeit

Bildergalerie


Informationen und digitale Zugänge


Hintergrund

Das ehemalige KZ-Außenlager Kaufering VII war eines von elf Lagern des Außenlagerkomplexes Kaufering – des größten Außenlagerkomplexes des KZ Dachau. Der Erhalt des Geländes geht wesentlich auf das Engagement der 1983 gegründeten Bürgervereinigung Landsberg zurück. Zum historischen Kontext des Orts und zur Aufarbeitungsgeschichte nach 1945 verweisen wir auf die Dokumentation der Diskussion von 2021.

 

Omas gegen rechts Protest gegen Karl Schrem Bau Landsberg am Lech

Diskussion zur Erinnerungskultur in Landsberg am Lech

Bestandsaufnahme zur Landsberger Erinnerungskultur

Diskussion und Protestaktion der Omas gegen Rechts am 14. August 2021 in Landsberg am Lech

Kurzlink zu diesem Beitrag: https://bit.ly/Diskussion2021

Dossier zur Diskussion: Dossier zur Diskussion von 2021 [PDF]


Nachtrag April 2026

Zwei der vier Teilnehmenden dieser Diskussion sind inzwischen verstorben: Manfred Deiler am 12. November 2023, Dr. Edith Raim am 1. Juli 2025. Ihre Beiträge sind damit Zeitzeugnis einer Generation, die das Erbe der Landsberger NS-Geschichte aufgearbeitet und weitergegeben hat. Das Videodokument und die autorisierte Transkription bleiben als Primärquelle zugänglich. Aus aktuellem Anlass haben wir die Tonqualität der Videoaufzeichnung 2026 überarbeitet und den Beitrag neu aufgegriffen.


Der Anlass

Am Samstag, dem 14. August 2021, kamen Mitglieder der Regionalgruppe München der Initiative „Omas gegen Rechts“ zu einer Bestandsaufnahme und Protestaktion nach Landsberg am Lech.
Anlass der Protestaktion war die geplante Namensgebung eines Neubaus im Wohnquartier „Urbanes Leben am Papierbach“ als „Karl-Schrem-Bau“. Karl Schrem (1895–1981) war Direktor der ehemaligen Bayerischen Pflugfabrik – eines Rüstungsbetriebs mit Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg – und Mitglied der NSDAP seit 1938.

Die öffentlichen Rechtfertigungsstrategien, Verharmlosungen und Duldungen durch Stadt, Presse, Leserbriefe und soziale Medien haben außerhalb Landsbergs Besorgnis ausgelöst. Zur Situation und zum Stand der Landsberger Erinnerungskultur fand neben einer Besichtigung des ehemaligen KZ-Außenlagers Kaufering VII am Abend eine Diskussion bei dieKunstBauStelle e.V. statt.

Die Diskussion ist hier als Videodokumentation wiedergegeben. Eine bearbeitete Transkription der Diskussionsbeiträge, autorisiert durch alle Teilnehmenden, steht zur Verfügung.

Bildunterschrift: Podiumsdiskussion am 14. August 2021 bei dieKunstBauStelle e.V. in Landsberg am Lech. Von links: Dr. habil. Edith Raim (†), Historikerin, Universität Augsburg; Manfred Deiler (†), Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung; Gabriele Triebel, MdL, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN; Wolfgang Hauck, Künstler und Akteur der Erinnerungskultur. Im Hintergrund: Teilnehmerinnen der Regionalgruppe München der Initiative „Omas gegen Rechts“. Foto: Christian Rudnik

Teilnehmer der Diskussion

  • Dr. habil. Edith Raim † , Historikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Augsburg, zahlreiche Veröffentlichungen zur Landsberger NS-Geschichte und zur NS-Justiz
  • Gabriele Triebel, Mitglied des Bayerischen Landtags, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
  • Manfred Deiler † , Präsident der Europäischen Holocaustgedenkstätte Stiftung e.V.
  • Wolfgang Hauck, Künstler, Projektentwickler der Erinnerungskultur, Vorstand dieKunstBauStelle e.V., (Moderation)

Hinweise zur Dokumentation

Der erste Bericht zur Veranstaltung wurde am 18. August 2021 veröffentlicht. Die Videoaufzeichnung und die Transkription folgten im September 2021. Im April 2026 wurden die Tonqualität der Videoaufzeichnung überarbeitet und der Beitrag aus aktuellem Anlass neu eingeordnet.

Film

Link zum Film: https://vimeo.com/manage/videos/588825293

Transkription der Redebeiträge

Artikel

Dossier
2026 Dossier zur Diskussion von 2021

Quellen

Weiterführende Pressebeiträge zur Namensgebungsdebatte
Diskussion der Namensgebung Karl Schrem Bau 2021 und Berichte zum Besuch der Omas gegen Rechts in Landsberg am Lech.

Online

Der Zugriffstand der folgenden Links ist August 2022. Einzelne Quellen wurden seither verändert oder entfernt (siehe Anmerkungen).

Kreisbote Landsberg am Lech
Landsberger Tagblatt
Quellen als PDF-Dokumente

 

Die Kultur-Container sind nach Augsburg gezogen!

Die Kultur-Container sind nach Augsburg gezogen!

Am Bahnpark entwickelt dieKunstBauStelle ein Kulturquartier für den Stadtteil Hocfeld

Landsberg/Augsburg: Wie Eisenbahnwagons stehen nun vier schwarz-weiße Container vor dem Bahnpark. „Nicht um bewegt zu werden, sondern um Bewegung in den Stadtteil zu bringen“, so Wolfgang Hauck, Initiator des Projekts.

 

Der Kulturverein dieKunstBauStelle aus Landsberg am Lech hat seine Aktivitäten nach Augsburg ausgeweitet, nachdem er 2014 in Landsberg mit 35 soziokulturellen Projekten gestartet war. Der Verein musste 2022 seine Geschäftsräume in Landsberg aufgeben und hat daraufhin die dezentrale Kulturarbeit mit mobilen „Kulturstationen“ in ausgebauten Baucontainern im Landkreis entwickelt.
Im Bahnpark Augsburg wurden schon verschiedene Projekte erfolgreich realisiert, wie die das Beteiligungsformat „Zukunftswerkstatt Bahnpark“, das Dialogformat „Tisch der Generationen“ und einen Europatag der Jugend zum Thema Reisen mit Interrail.

Im Fokus des neuen Projekts steht der Stadtteil Augsburg-Hochfeld, offiziell „Planungsraum IX“, der durch eine Industriebrache des Bahnbetriebsgeländes dominiert wird. Im Zentrum liegt der Bahnpark Augsburg, der sich mit der Sammlung von Lokomotiven als Lernort für europäische Kultur- und Technikgeschichte etablieren will.

Die Idee hinter dem Projekt ist es, die Leben und Kultur in den Stadtteil zu bringen. Es sollen kulturelle Angebote wie Konzerte, Lesungen und Ausstellungen stattfinden, und ein Ort des Zusammenkommens entstehen.

In den kommenden Monaten sollen nun verschiedene Aktivitäten mit den Kultainern stattfinden. „Der Bahnpark soll zum Kulturquartier im Stadtteil Hochfeld entwickelt werden. Wir wollen den Bewohnerinnen und Bewohnern einen Ort für Begegnung und Austausch bieten“, so Markus Hehl, Geschäftsführer des Bahnparks. „Damit können wir zusammen mit dem Verein dieKunstBauStelle als Träger und Akteur für das Kulturleben im Stadtgebiet Impulse geben und Ideen realisieren“, so Hehl weiter.

Foto: Daniel Rössner:
v.l.n.r.: Heinz Hohn, Wolfgang Hauck und Markus Hehl freuen sich über den Auftakt im Bahnpark Augsburg mit dne Kultainern.

Der Verein kann an diesem neuen Standort als Koordinator, Mediator und Akteur wirken, um die Kooperationen und Partizipation unterschiedlicher Akteure zu bündeln. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Das ist gerade hier im Bahnpark zu erleben. Was noch als verlassene Industriebrache wahrgenommen wird, kann schon bald ein neues attraktives Quartier in Augsburg werden und in dessen Mittelpunkt der Bahnpark steht“, betont Wolfgang Hauck, Vorstand des Vereins dieKunstBauStelle.

Das Projekt hat am 2. März 2023 mit der Ankunft der Kultainer begonnen. Der Kulturverein dieKunstBauStelle ist seit 2014 als gemeinnützige Organisation international tätig. Mit dem Projekt „Planungsraum IX“ setzt dieKunstBauStelle ein klares Zeichen für die Förderung der Kultur und die Vernetzung im Stadtteil Augsburg-Hochfeld. Die Förderung des Fonds Soziokultur zeigt, dass die Arbeit des Vereins wertgeschätzt und bundesweite Anerkennung erhält. Gerade sind drei Publikationen von Bundesförderungen erschienen, in denen fünf Projekte des Vereins als Musterbeispiele vorgestellt werden.

Infos und Kontakt über: augsburg@dieKunstbauStelle.de

Pressemeldung 3.3.2023 Landsberg als PDF

Pressemeldung 3.3.2023 Augsburg als PDF

Download Pressebilder

BILDUNTERTITEL
Foto 1 und 2 Wolfgang Hauck: Die Kultainer bilden ein Quartier im Bahnpark Augsburg
Foto 2 Daniel Rossner: Heinz Hohn, Wolfgang Hauck, Markus Hehl. Der Vorplatz des Bahnparks mit den Kultainer verwandelt sich zu einem Kulturquartier für den Stadtteil Hochfeld.

 

Workshop Theater auf Stelzen in Venedig

Workshop Theater auf Stelzen in Venedig

3. bis 5. Februar 2023

WIR LADEN EUCH EIN!

Die Stelzer – italienisch „Il Trampoliere“ – sind eine der führenden mit Theater auf Stelzen.
Sie sind dabei, ein neues Ensemble in Venedig aufzubauen.
Mach mit!

IMPRESSIONEN AUS VENEDIG, NOVEMBER 2022

INFORMATIONEN WORKSHOP STELZEN

WORKSHOP TERMINE

  • 3. Februar, Freitag, 13:00-19:00
  • 4. Februar, Samstag, 10:00-19:00
  • 5. Februar, Sonntag, 10.00-19.00 Uhr

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.

KOOPERATIONSPARTNER

  • Centro Teatrale di Ricerca Venezia
  • Compagnia Pantakin da Venezia Circoteatro
  • dieKunstBauStelle e.V.

ORT DES WORKSHOP

Theaterzentrum für Forschung CTR
Konvent SS Cosma und Damiano
Giudecca, 621, 30133 Venezia
www.ctrteatro.it

ANMELDUNG 

#stelzen #stilts #venezia #vencie #stiltsinvenice #trampoliere -teatrosuitrampoli #theatreonsilts #diestelzer #trampolieriedivenezia

ArtNoStop – Partnertreffen in den Niederlande

ArtNoStop
Partnertreffen in den Niederlande

Vom 8. bis 10. Dezember 2022 fand das dritte transnationale Treffen des Projekts Art No Stop 2020-1-ES01-KA227-ADU-095851 statt, das durch das Programm Erasmus+ kofinanziert wird.

An diesem Projekt nehmen wir, dieKunstBauStelle, als deutscher Partner teil und arbeiten mit folgenden Organisationen zusammen:

  • Spanien: Fundación Escuela de Solidaridad (Projektleitung)
  • Italien: Cooperativa Sociale Ten Rock
  • Deutschland: dieKunstBauStelle
  • Niederlande: Changes & Chances

In diesem Treffen konnten wir unser Handbuch für die Zusammenarbeit von sozialen Einrichtungen mit Künstler*innen fertigstellen. Dazu bereiten wir im Rahmen des Programms Videokurse vor und haben eine Webseite erstellt, auf der wir über 100 Beispiele zu verschiedenen Formen der Zusammenarbeit berichten.

Foto Wolfgang Hauck: v.r.n.l.: Silvia Paradiso, Ayelen Bursztyn, Gabrielle Cagnazzo, Ankie Til, Dora Fanelli, Ed Santman, Wolfgang Hauck

Aktuell arbeiten wir an dem Online-Kurs über die Produktion von künstlerischen Veranstaltungen. Dieser wird für die Ausbildung und die Fortbildung von Fachkräften und ehrenamtlichen Helfern in den jeweiligen Gemeinschaften kostenfrei zur Verfügung stehen und als Plattform für den Austausch von Erfahrungen und zur Bildung von Netzwerken.

Das Treffen fand in einem kleinenOrt Herpt bei s’Hertogenbosch statt. Dort konnten in dem wunderbaren Tagunsgzentrum „De Nieuwe Schuur“ (die neue Scheune) von Francine Houben unser Treffen durchführen. Es hat uns beeindruckt, den ein Thema unsere Projekts ist es auch, wie Architektur die soziokulturellen Arbeit und Aktivitäten unterstützen und fördern können.

Francine Houben, wurde durch ihre Bibliotheksbauten in Delft weltberühmt, war unsere charmante Gastgeberin und ihre Arbeiten eine Inspiration. Ihr Mann Hans Anderson hat uns ebenso inspiriert, denn seine Expertise liegt im Bereich der Organisationsberatung, die er jahrzehntelang für öffentliche Institutionen durchgeführt hat.

Am Ende konnte uns Ankie noch ’s-Hertogenbosch zeigen, wo sie über dreißig Jahre ihre Theaterarbeit aufgebaut und realisiert hat. Sie hat sich mit Ed, beide von der Organisation Changes & Chances, um die Vorbereitung und Organisation dieses wunderbaren Treffens gekümmert.

Ein Treffen, das für uns alle noch lange in Erinnerung bleiben wird und für alle war klar: Wir kommen wieder!

Foto Wolfgang Hauck: v.r.n.l.: Silvia Paradiso, Ayelen Bursztyn, Gabrielle Cagnazzo, Ankie Til, Dora Fanelli, Wolfgang Hauck, Ed Santman

#artnostop #dieKunstBauStelle #erasmus+ #FundacionEscueladeSolidaridad #fes #dbks #tenrock
#DeNieuweSchuur

Foto Wolfgang Hauck

Zeitreise Europa – Europa entdecken

Zeitreise Europa – Europa entdecken

Logo Bahnpark Augsburg

EINLADUNG

Samstag, 3. Dezember, Bahnpark Augsburg

Augsburg: Europa mit der Bahn zu entdecken ist früher wie heute ein Symbol von Freiheit. Der Verein dieKunstBauStelle und der Bahnpark Augsburg laden am Samstag zu einer Begegnung im europäischen Jahr der Jugend 2022 ein.

Viele kennen Interrail als Symbol für das erste Erleben der Reisefreiheit und des spontanen Unterwegs-seins. Es ist eine Herausforderung, mit wie wenig man auskommen kann, um Wochen oder Monate lang durch Europa zu reisen. Die Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen wirken bis ins hohe Alter nach und für viele Jugendliche ist Interrail der Traum vom Einstieg in die Eigenständigkeit. Interrail ist seit 50 Jahren das Symbol für eine Achterbahnfahrt im Leben.

Nun sind 40 Augsburger*innen eingeladen selbst zu berichten oder von anderen Erfahrungen zu hören. Es wird Insidertipps geben, man wird von Dramen, Tragik und Glücksmomenten erfahren und dem unendlichen Gefühl von Freiheit. Ein Angebote für junge Erwachsene und Senioren.

PROGRAMM

Am Samstag, 3. Dezember, beginnt die Europareise um 14:00 Uhr mit Workshops und „lebendigen Bibliothek“. Am Abend gibt es eine Open Stage, die mit einer Verlosung endet. Die Preise sprechen für sich: 6 x Interrail-Pässe, 4 x Fahrten mit der historischen Dampflok und 10 x Einkaufsgutscheine für Augsburg. Es lohnt sich auf jeden Fall.

ANMELDUNG

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt. Deswegen ist eine Anmeldung erforderlich: bahnpark@diekunstbaustelle.de

FÖRDERUNG

Das Treffen wird im Rahmen „Europäisches Jahr der Jugend 2022“ von der Europäischen Union finanziert. Das Projekt „Zeitreise Europa“ wird unterstützt von Interrail und dem Bahnpark Augsburg. Kooperationspartner ist das Europe Direct/ Europabüro der Stadt Augsburg.

#dieKunstBauStelle #bahnparkaugsburg #augsburg #jugendinaktion @interraileu #interrail #eurail #europäischesjahrderjugend #zeitreise #europa @dieKunstBauStelle

Ausstellung verlängert

AUSSTELLUNG

*** Verlängert bis 9. Oktober ***

SET THE NIGHT ON FIRE

Eine Mahnung – 19. September 1937 – Stadt der Jugend
von Wolfgang Hauck
Dauer der Ausstellung: 16. September bis 9. Oktober 2022
Im Container am Infanterieplatz, Landsberg am Lech
Öffnungszeiten täglich, jedoch abhängig vom Wetter und Verfügbarkeit. In der Regel zwischen 11 bis 18 Uhr und nach Absprache.
Eintritt frei
Informationen und Dokumente: www.LandsbergHistory.de

STIMMEN DES PUBLIKUMS

„… eine geniale Idee, die Geschichte zu den Leuten zu bringen und nicht zu warten, bis die ins Museum gehen.“
„Ich lebe seit 20 Jahre in Landsberg und habe das alles nicht gewußt, vielen Dank!“
„Mein Opa hatte mit zwie Freunden ein Tagebuch dazu geführt. Das durfte ich mit 17 Jahren einmal einsehen, für eine Facharbeit. Ich mußte aber versprechen, keine Namen zu nennen und es niemand weiterzugeben.“
„Nein, habe ich noch nichts gehört. Sehr wichtig, so etwas mitten in der Stadt zu zeigen!“
„… erschreckend, wie die Jugend verführt wurde und wie gezielt die Propaganda ablief.“
„… ich kannte noch Anton Posset aus dem Schulunterricht. Das war nicht immer leicht mit ihm auszukommen, aber ohne sein Engagement würde man heute nicht das alles wissen oder verfügbar haben. Mit den Straßenname sollte die Stadt auch diskutieren, ob man nicht einen Straße nach ihm benennt? …“
„Dezetrale Geschichtsarbeit – überzeugend gelöst, animiert zum Weiterlesen und erreicht viele, die sonst nie in eine Museum gehen würden, schon gar nicht zu diesem Thema.“
„Great, I was here yesterday and again today to show it to my friends. I am glad to hear that there will be an English and digital version. I will share it!“.

THEMA „STADT DER JUGEND“

1937 führte der „Adolf-Hitler-Bekenntnismarsch“ Tausende von Jugendlichen der Hitlerjugend aus ganz Deutschland zunächst zum Reichsparteitag der NSDAP nach Nürnberg, um dem Führer die Treue zu schwören.
Anschließend marschierten rund 1800 Jungen der Hitlerjugend weiter nach Landsberg am Lech. Bei der ersten Abschlusskundgebung am 19. September 1937 auf den Hauptplatz wurde Landsberg am Lech vom Reichsjugendführer zur „Stadt der Jugend“ ernannt und baute damit den Status als „Wallfahrtsort des Nationalsozialismus“ aus.
Erstmals 1980/81 machte eine Schülerarbeit auf diese Geschichte aufmerksam. 1993 wurde nach privaten Recherchen eine Reihe von Aufsätzen dazu veröffentlicht. Dennoch ist dieses Kapitel der Stadtgeschichte nach 85 Jahren aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt.
Die Ausstellung thematisiert diese Erinnerungslücke mit einer künstlerischen Installation, die auf den Recherchen von 1993 basiert, und skizziert exemplarisch den aktuellen Stand des Geschichtsbewusstseins.
Idee und Realisierung: Wolfgang Hauck
Illustration: Gonzalo Orce
Beratung: Dr. Edith Raim, Manfred Deiler
Produktion: dieKunstBauStelle e. V., Landsberg am Lech
Förderung: Deutsche Stiftung Engagement und Ehrenamt
#landsberghistory #landsberggeschichte #Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung #dieKunstBauStelle #wolfganghauck #kultainer #erinnerungskultur #gedenkkultur #landsbergamlech #stadtderjugend #nsgeschichte #zeitgeschichte #hj #hitlerjugend #bekenntnismärsche #fackelmärscher #facklumzug #schirach #dsee

Erinnerungskultur und Geschichtsbewusstsein

Ein Gespräch –

Erinnerungskultur und

Geschichtsbewusstsein

Im Rahmen der Ausstellung

SET THE NIGHT ON FIRE – STADT DER JUGEND

Das Gespräch zur Ausstellung fand am 19. September 2022 im Foyer des Stadttheaters Landsberg statt.
Vor 85 Jahren fand der Abschluss der „Adolf-Hitler-Bekenntnismärsche“in Landsberg statt und Landsberg erhielt den Titel „Stadt der Jugend“

MITSCHNITT

Hören Sie die Aufnahme der Eröffnung am Freitag, 16. September 2022 in Landsberg am Lech.

ES SPRACHEN

+ Alexandra Senfft, Autorin
+ Manfred Deiler, Europäische Holocaustgedenkstätte Stiftung
+ Wolfgang Hauck, dieKunstBauStelle

AUSSTELLUNG

Bis zum 9. Oktober ist die Ausstellung auf dem Infanterieplatz in Landsberg zu sehen.
Öffnungszeiten werden auf der Webseite veröffentlicht. In der Regel ist die Ausstellung zwischen 10 bis 18 Uhr.
FOTO
Conny Kurz

Eröffnung der Ausstellung – SET THE NIGHT ON FIRE

SET THE NIGHT ON FIRE –

STADT DER JUGEND

Ausstellung und Mahnung

TONMITSCHNITT DER ERÖFFNUNG

Hören Sie die Aufnahme der Eröffnung am Freitag, 16. September 2022 in Landsberg am Lech.
Katharina Neuhaus, Vivian Klimm, wolfgang Hauck / Foto Conny Kurz

REDNER*INNEN

Es sprechen in folgender Reihenfolge:
+ Einspielung einer Umfrage in Landsberg Februar 2022
+ Wolfgang Hauck
+ Vivian Klimm
+ Katharina Neuhaus
+ Dr. Edith Raim
+ Manfred Deiler
+ Gisela Marx
Wolfgang Hauck / Foto: Conny Kurz

AUSSTELLUNG

Bis zum 9. Oktober ist die Ausstellung noch auf dem Infanterieplatz in Landsberg zu sehen.
Öffnungszeiten werden auf der Webseite veröffentlicht.
FOTO
Conny Kurz
Film: Das Arturo-Projekt

Das Arturo-Projekt: Filmpremiere auf dem FSFF

Landsberg am Lech, 16. August 2022

„Arturo Ui“-Projekt hat am 27. August Premiere beim Fünf Seen Filmfestival in Gauting

Landsberger Dokumentarfilm „Das Arturo-Projekt“ Premiere auf dem FSFF

Die Zusammenarbeit dreier Landsberger Ellinor-Holland-Preisträger führt zu einem einmaligen Filmprojekt.

„Revue, Zirkus, Drama, Parabel und Krimi gleichermaßen. Herausragendes Niveau“, so schrieb die Süddeutsche Zeitung über das Theaterstück, das in Landsberg am Lech im August 2019 zu sehen war. Die Stelzer und das Theater Wasserburg kooperierten für diese Produktion mit einem Wanderzirkus und einer Band. In dieser weltweit einmaligen Symbiose inszenierte Uwe Bertram Brechts Parabel vom „Aufhaltsamen Aufstieg des Arturo Ui“ auf der Waitzinger Wiese als eindrucksvolles Crossover. Die Synergie zwischen den Genres – Theater, Zirkus, Akrobatik und Stelzentheater – ermöglichte ein Schauspiel mit einer beeindruckenden Dynamik.

Begeisterung

Publikum und Presse waren begeistert, ebenso Kurt Tykwer vom Filmforum Landsberg. „Dass im Brecht-Jahr 2019 eine solche Konstellation in Landsberg möglich war, hat mich so elektrisiert, dass mich die Idee, das Stück filmisch festzuhalten, nicht los ließ“, so Tykwer im Gespräch. Aus seiner Idee wurde nach drei Jahren Produktionszeit ein 90-minütiger Doku-mentarfilm. „Die Dokumentation ‚Das Arturo-Projekt‘ ist ein filmischer Meilenstein, eine Perle,“ so Tykwer zum Film.

Für diese „Perle“ arbeiteten aber auch drei bekannte Landsberger Kulturschaffende zusammen, alle drei Träger des Ellinor Holland Kunstpreises: Wolfgang Hauck, Leiter des Theaters „Die Stelzer“ und des Vereins „dieKunstBauStelle“, als Produzent, der Filmemacher Robert Fischer als Verantwortlicher für Kamera, Schnitt, Buch und Regie sowie Kurt Tykwer vom Filmforum Landsberg als Ideengeber und Berater.

2017-2022

Von der Premiere des Stücks 2017 in Wasserburg bis zum fertigen Film vergingen fünf Jahre, die Robert Fischer unterhaltsam und spannend gebündelt hat. Durch seine meisterliche Dialogführung im Schnitt gelingt es ihm, die Arbeit an Brechts Parabel von der Idee-Entwicklung von Uwe Bertram über die ersten Proben mit dem Ensemble und das Stelzen-training bis zur glanzvollen Premiere als intime Chronik eines Veränderungsprozesses zu zeichnen. „Diese Gruppe sehr unterschiedlicher kreativer Menschen entwickelte gemeinsam ein Theaterereignis, das auf unerwartete Weise am Ende jeden einzelnen von ihnen für immer verändert hat“, so Fischer. „Diese Veränderung mitzuerleben und festzuhalten, habe ich als großes Privileg empfunden“, so der langjährige Kurator des Filmfests München.

Produzent Wolfgang Hauck (dieKunstBauStelle) beleuchtet eine weitere Facette des Films. „Der individuelle Blick hinter die Kulissen erschließt aus unterschiedlichen Aspekten den Bezug zur aktuellen Situation. Dadurch wird klar, dass es sich nicht nur um eine Parabel auf die politische Situation der 30er und 40er Jahre handelt, sondern auch auf unsere eigene politische Realität“, erklärt er im Gespräch. Sein Stelzen-Partner Peter Pruchniewitz trainierte und instruierte die Schauspieler, die in dem Stück auf Stelzen spielen. Nur Arturo Ui bleibt am Boden, eine Parabel, in der die Perspektive einerseits politischer Ausdruck, aber auch künstlerisches Ausdrucksmittel ist.

Die Handlung

Wer das Stück in Landsberg gesehen hat, weiß wovon gesprochen wird. Die Geschichte ist bekannt: Arturo Ui will nach oben. Koste es was es wolle. Bestechung, Korruption, Mord, Betrug, egal, wie die Mittel lauten. Unter Ausnutzung einer wirtschaftlichen Krise, mit Redekunst und Hetze gelingt Arturo Ui ein erschreckend einfacher politischer Aufstieg. Die Schauspieler, Artisten und Musiker, von denen sich viele für dieses Projekt zum ersten Mal trafen, einte die Überzeugung, dass Brechts mahnende Parabel über die Mechanismen des Faschismus und die Machtübernahme eines Diktators heute leider genauso aktuell ist wie zur Zeit ihrer Entstehung.

Förderung

Die Qualität und Aktualität des Films überzeugte auch Sponsoren wie TILL – Freunde des Stadttheaters Landsberg e.V., den Rotary Club Ammersee, die Heidehof Stiftung und die Sparkassenstiftung Landsberg. Sabine März-Lerch vom TILL formulierte zur Förderung: „Dieser Film ist eine Hommage ans Theater, seine Kreativität und seinen gesellschaftlichen Stellenwert für Schauspieler wie Publikum. Wir freuen uns besonders, dass die Idee zu diesem Film-Projekt direkt aus dem Filmforum des Stadttheaters Landsberg kam, das unser Verein „TILL – Freunde des Stadttheaters“ seit vielen Jahren fördert.  Eine Unterstützung gerade in der aktuellen, für die Kultur schwierigen Coronazeit verstehen wir als Signal.

 

Termine

Der Film läuft auf dem Festival als Weltpremiere am 27. August im Breitwandkino Gauting und am 4. September als Matinee im Breitwandkino Starnberg. Im Filmforum Landsberg wird das „Das Arturo-Projekt“ am 19. September gezeigt. Zu den Vorstellungen wird es jeweils Filmgespräche mit den Mitwirkenden geben.

Alle Infos unter www.ArturoProjekt.com

Pressebilder Film

https://www.dropbox.com/sh/wh9pe1rqz2oo6bi/AAAj2LoKV2tSyUcOzG45vJZka?dl=0

 

Pressebilder Portrait

https://www.dropbox.com/sh/y658ah549yf5tah/AAAm7TAi5wE92dFyFgTigL9va?dl=0

 

E-Mail-Info zum Film

https://arturoprojekt.com/2022-Einladung-zur-Filmpremiere-Das-Arturo-Projekt-fsff.html

 

Der Trailer zum Film

Download der Pressemeldung als PDF